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#niemandistallein: Auf Alleinstehende achten

Mit einem Handlungsleitfaden wollen das diözesane Amt für Ehe und Familie, die Caritas und das Familienressort des Landes die Achtsamkeit für alleinstehende Menschen in der Nachbarschaft fördern. Diese Nachbarschafts-Fürsorge in Zeiten der Corona-Krise soll gewährleisten, dass niemand vergessen wird und in Notsituationen kommt, ohne dass es jemand bemerkt.

Diese Wochen sind für uns alle eine Herausforderung. Noch mehr betrifft das Menschen, die alleine leben, vor allem, wenn sie schon in fortgeschrittenem Alter oder krank und ohne Familie sind. Damit diese Menschen rechtzeitig Hilfe finden und nicht in lebensbedrohliche Notsituationen kommen, haben sich das Amt für Ehe und Familie der Diözese, die Diözesan-Caritas sowie das Familienressort des Landes zu einer gemeinsamen Initiative zusammengeschlossen: Unter dem Schlagwort #niemandistallein haben die drei Institutionen einen Handlungsleitfaden erstellt, der die Achtsamkeit für alleinstehende Menschen in der Nachbarschaft fördern soll.

Mit dem Handlungsleitfaden soll verhindert werden, dass Menschen in ihren Wohnungen Hilfe brauchen oder sogar sterben, ohne dass jemand es mitbekommt. Außerdem soll der Leitfaden rechtzeitig Hilfemöglichkeiten aufzeigen und/oder aktivieren. Geht es nach den Initiatoren, soll die Nachbarschafts-Fürsorge in der Zeit der Corona-Krise zu einem täglichen Ritual werden, z. B. während des Kaffee-Trinkens oder wenn wir mit unserer Familie beim Abendessen sind. So werde gewährleistet, dass niemand vergessen wird.

Der Handlungsleitfaden und das Sujet der Initiative können hier heruntergeladen werden.

Was hat es mit der roten Mütze auf sich?

Denkanstöße der youngCaritas „for future“

Eine rote Mütze ist das zentrale Element der Bild- und Textbotschaften, mit welchen sich die youngCaritas in die heurige „Aktion Verzicht for future“ einbringt. Diese sollen Denkanstöße dafür liefern, was und wie jeder einzelne dazu beitragen kann, mit seinem Verhalten und seinem Tun das Klima auf der Welt – auch zwischenmenschlich – zu verbessern. Die Botschaften werden auf Instagram und Facebook gepostet, aber auch via E-Mail verschickt (Anmeldung unter forfuture(at)youngcaritas.bz.it).

Die youngCaritas stellt sich voll und ganz hinter das Motto der heurigen Aktion Verzicht „for future“. „Weil Klima-und Umweltschutz uns alle etwas angeht und das auch viel mit dem sozialen Miteinander zu tun hat”, sagt Caritas-Direktor Paolo Valente. Wie und was jeder einzelne dazu beitragen kann, dass die Welt ein kleines Stückchen besser wird, wie wir nachhaltiger leben und denken können, das zeigt die youngCaritas in bildlichen Kurzbotschaften auf, in denen eine rote Mütze eine zentrale Rolle spielt. „Damit wollen wir die Menschen wachrütteln und zum Nachdenken bringen“, unterstreicht Brigitte Hofmann, Leiterin der youngCaritas.

Wer die Kurzbotschaften der youngCaritas über E-Mail erhalten möchte, kann sich gerne unter der E-Mail-Adresse forfuture(at)youngcaritas.bz.it mit dem Betreff „forfuture“ dafür anmelden. Die Botschaften werden montags, mittwochs und freitags verschickt. An diesen Tagen werden sie auch auf den Instagram- und Facebook-Seiten der youngCaritas gepostet.

 

Madita Hinger und Iris Hidri, die derzeit den europäischen Freiwilligendienst und Zivildienst bei der youngCaritas leisten, haben sich mit roter Mütze und Fotoapparat bewappnet auf die Suche nach passenden Bildmotiven und Sprüchen für “youngCaritas for future” gemacht.

Wer sich für Freiwilligenarbeit interessiert und gerne mehr darüber erfahren möchte, wie er sich ehrenamtlich bei Südtiroler Vereinen und Organisationen einbringen kann, hat vom 5. bis 8. November 2020, bei der Südtiroler Freiwilligenmesse, im Rahmen der Herbstmesse Bozen, Gelegenheit dazu.

Die sechste Freiwilligenmesse soll, genauso wie die vergangenen Freiwilligenmessen, ein sichtbares Zeichen dafür sein, wie wichtig freiwilliges Engagement in unserer Gesellschaft ist. Bei der Freiwilligenmesse nehmen Organisationen und Einrichtungen ohne Gewinnabsicht teil. Sie alle haben ihren Sitz in Südtirol und suchen Freiwillige, die sich im sozialen und solidarischen Bereich einsetzen.

Organisiert wird die Messe von der Landesabteilung Soziales gemeinsam mit der Caritas der Diözese Bozen-Brixen, dem Dachverband für Soziales und Gesundheit, der Gemeinde Bozen, dem Landesrettungsverein Weißes Kreuz und dem Beitrag des Dienstleistungszentrum für das Ehrenamt Südtirol; mit der Unterstützung der Messe Bozen.

Weitere Informationen zur Freiwilligenmesse sind auf der Homepage (www.freiwilligenmesse.bz.it) zu finden. Heuer mit einem reichen Rahmenprogramm! Schaut vorbei!

 

 

 

 

Projekt Lesementoren

Viele Migrantenkinder tun sich anfangs schwer, in der Schule mitzukommen, weil sie in der deutschen Sprache noch nicht bewandert sind. Um diesen Kindern die schulische Integration zu erleichtern, gibt es in Brixen, Bruneck, Meran und im Vinschgau das Projekt LesementorInnen. Die freiwilligen Lesementoren unterstützen jeweils ein Kind aus einer Migrantenfamilie und vermitteln ihm die Freude an der Sprache und die Lust am Lesen. Auf spielerische Weise führen sie das Kind an die Texte heran und spornen es zum Zuhören und zum Selber-Lesen an. Die Freiwilligen brauchen keine speziellen pädagogischen Kenntnisse. Sie übernehmen die Rolle des netten Nachbarn, treten mit dem Kind in Beziehung und vermitteln so auf positive, ungezwungene Weise über gemeinsames Lesen und Vorlesen die deutsche Sprache. Wie oft die Treffen mit dem Kind stattfinden, wird individuell mit der Familie des Kindes vereinbart. Nähere Informationen bekommen Sie unter 0473 495 632. 

Hier finden Sie Informationsmaterial zum Projekt in Meran, Vinschgau, Brixen

Projekt „mamme“

Das Projekt „mamme“ richtet sich an schwangere Frauen oder solche, die kleine Kinder haben. Sie haben zwar einen Asylantrag eingereicht, sind aber noch nicht in eine Struktur aufgenommen worden. Viele von ihnen sind zeitweise in Hotels in Bozen untergebracht und warten darauf, einen Platz in einer angemessenen Struktur zu finden. Die Freiwilligen der Pfarrcaritas „Santa Maria Assunta“ aus Bozen haben sich dank der Koordinierung und Unterstützung der Dienststelle Freiwilligenarbeit und Pfarrcaritas und der Flüchtlingsberatung aktiviert, die Frauen in dieser prekären Situation zu unterstützen und zu begleiten. Das Projekt, das aus einer Notsituation entstanden ist, befindet sich noch in einer Testphase und bedarf noch weiterer Entwicklung. Es wurden aber bereits neue Möglichkeiten geschaffen, wie z.B. die zeitlich beschränkte Aufnahme der Frauen in Familien. Für die Freiwilligengruppe finden in regelmäßigen Abständen Koordinierungs- und Austauschtreffen statt. Wichtig ist auch die Netzwerkarbeit unter den verschiedenen Vereinen und Organisationen welche im Umkreis agieren.

Sie finden uns in:

Bozen, Sparkassenstraße 1, Tel. 0471 304 330, Fax 0471 304 394

Meran, Galileo-Galilei-Straße 84, Tel. 0473 495 632, Fax 0473 276 948

Brixen, Bahnhofstraße 27/a, Tel. 0472 205 965, Fax 0472 205 928

Bruneck, Paul-von-Sternbach-Straße 6, Tel. 0474 414 064, Fax 0474 413 979

gemeinschaft.comunita(at)caritas.bz.it

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