Zum Hauptinhalt springen

LaufWunder: 100 Kinder waren heute in Mölten im Einsatz, 1.700 in ganz Südtirol

Vor neun Jahren hat alles begonnen: Damals hat youngCaritas zum ersten Mal die Schulen des Landes zur Teilnahme am LaufWunder eingeladen. Die Mittelschule in Mölten war die erste, die zugesagt hat. Seither haben die Möltner Schüler jedes Jahr ein LaufWunder vollbracht und Gleichaltrige in ärmeren Ländern unterstützt. Der Startschuss zum heurigen Solidaritätslauf ist heute früh um 8.30 Uhr gefallen. Rund 100 Buben und Mädchen haben ihr Bestes gegeben, um Menschen im bolivianischen Hochland zu helfen. Insgesamt nehmen heuer 1.700 Kinder und Jugendliche in verschiedenen südtiroler Ortschaften am LaufWunder teil.

Südtirol und Bolivien, Sport und Solidarität: Einen Vormittag lang sind in Mölten, und nicht nur dort, Bücher und Kugelschreiber in den Schultaschen geblieben, um Kindern zu helfen, die sich Bücher und Kugelschreiber erst gar nicht leisten können. In Trainingshosen, T-Shirt und Laufschuhen sind etwa 100 Schülerinnen und Schüler der „Siegfried-Teßmann-Schule“ ab 9.30 Uhr in 90 Minuten so oft mal um den Sportplatz gelaufen, wie sie konnten, um Hilfsprojekte für Kinder und Familien in Bolivien zu unterstützen.

Die Möltner Mittelschule ist seit der ersten Ausgabe des südtiroler LaufWunders im Jahr 2009 mit dabei und hat seither keinen Solidaritätslauf ausgelassen. “ Wir sind vom Projekt Laufwunder überzeugt. Es geht uns in erster Linie um die Sensibilisierung. Schülerinnen und Schüler lernen, dass es sich lohnt, sich einzusetzen, dass es Spaß macht, etwas für andere zu tun – ohne Gegenleistung. So stehen die Kinder zusammen mit Eltern, Verwandten und Freunden für eine gute Sache ein und helfen Kindern in anderen Ländern. Der gesammelte Betrag steht nicht im Vordergrund, vielmehr geht es darum, dass die Schülerinnen und Schüler gemeinsam und mit sportlichem Engagement viel erreichen und verändern können“, erklärt die Direktorin des Schulsprengels Priska Neulichedl begeistert.

Für jede gelaufene Runde haben persönliche Sponsoren der Kinder einen bestimmten Betrag zugesagt, der an die Caritas weitergegeben wird. Die Spenden gehen heuer an zwei Hilfsprojekte im bolivianischen Hochland, wo die Caritas bereits seit Jahren mit verlässlichen Partnern zusammenarbeitet, um die Lebenssituation der Menschen zu verbessern. „Die Begeisterung der Kinder und Jugendlichen ist ansteckend. Ihr Einsatz für die Kinder, die in der Hochebene Boliviens leben und nicht so viel Glück haben, regt auch uns Erwachsene zu Solidarität und Hilfsbereitschaft an“, meint Silvia di Panfilo, Mitarbeiterin der youngCaritas und Koordinatorin des Laufwunders.

Neben den Mittelschülern in Mölten waren heuer auch Buben und Mädchen in Eggen, Toblach, Oberwielenbach, Mauls und in St. Leonhard In Passeier am Start, andere Schulen haben ihren Lauf bereits in den vergangenen Tagen und Wochen absolviert. In Sterzing findet am 6. Juni die letzte LaufWunder-Veranstaltung in diesem Jahr statt. Zum Gelingen der einzelnen Läufe haben auch heuer wieder viele Lehrer beigetragen, unterstützt von den Eltern der jungen Läufer und anderen Freiwilligen. Die Caritas-Direktoren Paolo Valente und Franz Kripp bedankten sich heute bei allen Läufern, Lehrern, Eltern und Freiwilligen: „Der gemeinsame Einsatz von so vielen für die gute Sache ist ein starkes Zeichen der Solidarität. Dafür bedanken wir uns von ganzem Herzen“. Wie viele Spenden die jungen Athleten bisher „erlaufen“ haben, steht noch nicht fest. In den kommenden Tagen und Wochen werden die Ergebnisse in den einzelnen Schulen ausgezählt.


Teilen Sie diesen Beitrag mit Ihren Freunden