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Die Chronik der Caritas in Südtirol

Die Caritas der Diözese Bozen-Brixen ist 1973 von Bischof Joseph Gargitter ins Leben gerufen worden – als diözesanes Amt, aufgeteilt in zwei Sektionen. Die operativen Organe waren zwei Stiftungen, die schon damals für die Diözese im sozialen Bereich aktiv waren: Die Stifung „Odar“, gegründet im Jahr 1958, und die „Diözesancaritas“, die 1966 aufgebaut worden war und seit 2002 den neuen Namen „Caritas Diözese Bozen-Brixen“ trägt. Beide Stiftungen führen bis heute alle Aktivitäten der Diözesancaritas aus.

Die Entstehung und die Tätigkeit der Südtiroler Caritas ist eng mit dem Wirken verschiedener, vor allem religiöser Verbände und Organisationen verbunden, die sich bereits im 19. Jahrhundert in den beiden damaligen Diözesen Brixen und Trient für die Schwachen und Notleidenden eingesetzt haben. Darunter war der „Landesverband der Barmherzigkeit“, der später den Namen „Caritasverband Tirol“ wählte. Dieser war im Jahr 1903 in Innsbruck gegründet worden und erstreckte sich auch auf das südliche Tirol, wo er die Führung des Jesuheims in Girlan übernahm.

In den Jahren nach 1945, wurden in beiden Diözesen Sektionen der PCA (Pontificia Commissione di Assistenza) und ab 1953 der POA (Pontificia Opera di Assistenza) eröffnet. Sie organisierten die Hilfsmaßnahmen der Diözesen gemeinsam mit den Caritas-Strukturen, die 1946 in Brixen und 1949 in Bozen ins Leben gerufen wurden. Die POA wurde 1970 von Papst Paul VI. aufgelöst, der im darauffolgenden Jahr den Aufbau einer Caritas Italiana in Angriff nahm. Diese war als „kirchlicher Organismus“ geplant mit der Aufgabe, „das Zeugnis der Nächstenliebe und der christlichen Gemeinschaft weiterzutragen, zeitgemäß auf die Nöte der Menschen zu reagieren, menschliche Entwicklung, soziale Gerechtigkeit und Frieden zu fördern, mit besonderem Augenmerk auf die Schwächsten und mit vorrangig erzieherischer Funktion“ (Aus dem Statut der Caritas italiana, art. 1).

Inzwischen, im August 1964, wurde das Bistum Bozen-Brixen gegründet und damit das ganze Südtiroler Gebiet in einer Diözese vereint. Die diözesane Caritas in der heutigen Form ist im Zuge der Erneuerung des zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) und der ersten Diözesansynode von Bozen-Brixen (1970-1973) entstanden. Die Trennung der diözesanen Caritas in zwei sprachliche Sektionen wurde auf Initiative von Bischof Karl Golser (2009-2011) und Bischof Ivo Muser (seit 2011) sowie im Zuge der zweiten Diözesansynode (2013-2015) nach und nach aufgehoben.Seit 2017 hat die diözesane Caritas einen einzigen Direktor und ist eine Einheit im Dienst der mehrsprachigen Diözese Bozen-Brixen.

 

Die Diözesancaritas heute

Oberstes Ziel der Caritas ist heute, die Gesellschaft solidarischer zu gestalten, indem sie bereits im Land bestehende Ressourcen sowie die Entwicklung der Gemeinschaft und den Einsatz der Menschen fördert, das soziale Geschehen im Land beobachtet und analysiert, im Dialog mit den Institutionen und Netzwerkpartnern bleibt und die Dienste für die Menschen weiterführt.

Die Diözesancaritas(Caritas-Amt) hat den Auftrag, das Zeugnis der Liebe der Christen und der kirchlichen Gemeinschaft zu fördern, mit Blick auf die ganzheitliche Entwicklung des Menschen, die soziale Gerechtigkeit und den Frieden, mit besonderer Aufmerksamkeit auf die „Letzten in der Gesellschaft“ und mit vorwiegender pädagogischer Funktion.

Indem sie den Dienst am Menschen in den Mittelpunkt stellt, vervollständigt und unterstützt sie die anderen wesentlichen Dimensionen kirchlichen Lebens, die Verkündigung des Wortes Gottes und die Feier des Glaubens.

Das Amt gliedert seine Tätigkeit in verschiedene Bereiche, Dienste und Projekte auf, die hauptsächlich über die Stiftungen „Caritas Diözese Bozen-Brixen“ und „ODAR“ wahrgenommen werden.

 

 

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