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Mazedonien: Seite an Seite

80 Kinder aus Roma-Familien, die im Elendsviertel von Topana leben, werden auf die Schule vorbereitet und begleitet. Sie erlernen die mazedonische Amtssprache, die sie zuhause nicht sprechen, und können so dem Unterricht folgen. Einmal täglich bekommen die Kinder eine ausgewogene Mahlzeit. Mit einem Schulabschluss haben sie die Chance auf Arbeit, die ihnen ein Leben außerhalb von Not und Elend ermöglicht.

monatlich

30 € ausgewählt

halbjährlich

180 € ausgewählt

jährlich

360 € ausgewählt

anderer Betrag

Mazedonien: Seite an Seite

Aus dem Abseits ausbrechen

„Bestanden!“ Der letzte Tag des Schuljahres ist ein Freudentag in Topana, einem Armenviertel in Skopje. Viele Kinder haben ein Abschlusszeugnis in der Hand, das ihre Eltern meist nicht lesen können. Wie viele andere Roma hatten sie Schwierigkeiten, dem Unterricht in der staatlichen Schule zu folgen, weil die mazedonische Amtssprache, die gleichzeitig Unterrichtssprache ist, in den Roma-Familien kaum gesprochen wird. Ihre Kinder haben dank der Unterstützung im Kinderpatenschaftsprojekt „Seite an Seite“ die mazedonische Amtssprache gelernt, bevor sie in die Schule gekommen sind. Danach haben sie jeden Tag den unterstützenden Nachmittagsunterricht besucht, den die Vereinigung „Ihrom“ innerhalb des Kinderpatenschaftsprojektes anbietet. Fast alle schaffen so den Schulabschluss mit sehr guten Ergebnissen und haben die Chance auf eine Arbeit.

Die Roma in Mazedonien

Von den über zwei Millionen EinwohnerInnen in Mazedonien gehören zirka 95.000 der Volksgruppe der Roma an. 99% Prozent von ihnen leben in Elendsvierteln ohne Infrastrukturen, ohne fließendes Wasser, ohne Strom und vielfach in der Nähe von Mülldeponien. Die Menschen wohnen in Baracken aus Holz, Karton und Alteisenteilen. In der mazedonischen Hauptstadt Skopje leben an die 60.000 Roma, 5.000 allein im Elendsviertel Topana. Dort ist das Kinderpatenschaftsprojekt Seite an Seite angesiedelt. In der Regel beenden nur 9% der Roma-Kinder die Pflichtschule. Einen Hochschulabschluss erlangen lediglich 0,2%. Die Kinder erleben in der Schule hautnah, was es bedeutet „anders“ zu sein. Sie werden vielfach ausgegrenzt, weil sie andere Umgangsformen und eine fremde Kultur mitbringen. Dem Unterricht können sie schwer folgen, weil sie die mazedonische Amts- und Unterrichtssprache nicht verstehen. Daheim sprechen die Roma ihre eigene Sprache. Viele Eltern versäumen die Einschreibung ihrer Kinder in die Schule, weil sie selbst weder lesen noch schreiben können. Andere können sich die Schulmaterialien für die Kinder nicht leisten. Fast 34% der Roma in Skopje sind Analphabeten.

Das Projekt Seite an Seite

Das Projekt Seite an Seite ist in Topana, einem von mehreren Roma-Vierteln der mazedonischen Hauptstadt Skopje angesiedelt. 40 Buben und Mädchen besuchen dort die zweijährige Vorschule, weitere 40 den schulbegleitenden Nachmittagsunterricht. In der Vorschule wird den Kindern die offizielle Amtssprache näher gebracht; sie werden auf den Umgang mit ihren zukünftigen Klassenkameraden vorbereitet und lernen die Grundregeln von Körperhygiene. Einmal täglich bekommen sie eine ausgewogene Mahlzeit. Sobald sie die staatliche Schule besuchen, werden sie im begleitenden Nachmittagsunterricht des Projektes Seite an Seite weiter unterstützt. Die dortigen LehrerInnen stehen in ständigem Austausch mit der Schule und halten sich über die Lehrpläne in den Klassen am Laufenden.

Projektpartnerin der Caritas in Topana ist die Vereinigung “Irhom”. Sie setzt sich seit mehr als zehn Jahren dafür ein, die desolaten Lebensbedingungen der Roma in Mazedonien zu verbessern. Das Projekt Seite an Seite ist ein wichtiger Schritt dafür. Denn: nur mit einem Schulabschluss haben die Roma-Kinder eine Chance auf Arbeit, die ihnen ein Leben außerhalb von Not und Elend ermöglicht.

Mit knapp einem Euro am Tag geben Sie den Kindern eine Chance

Knapp ein Euro am Tag reicht aus, um alle Kosten für ein Kind im Projekt Seite an Seite abzudecken. Dazu gehören Verpflegung, Schulmaterialien, Heizung, Instandhaltungskosten der Einrichtungen, sowie das Gehalt von vier Lehrerinnen. 

Spendenkennwort: Kinderpatenschaft Mazedonien

Spendenkonten:
Raiffeisen Landesbank IBAN: IT42F0349311600000300200018
Südtiroler Sparkasse IBAN: IT17X0604511601000000110801
Südtiroler Volksbank IBAN: IT12R0585611601050571000032
Intesa Sanpaolo IBAN: IT18B0306911619000006000065

Wer Pate/Patin für ein Kinderpatenschaftsprojekt der Caritas werden möchte, kann die Höhe und die Dauer seiner Spende frei wählen. Die PatInnen legen selbst fest, wie die Zahlung erfolgen soll: einmalige Beträge sind ebenso möglich wie regelmäßige Überweisungen. Die PatInnen sind nicht vertraglich zu einer Zahlung verpflichtet. Sie können die Unterstützung jederzeit und ohne Angabe von Gründen unter- oder abbrechen.

Weitere Informationen: Büro für Auslandsarbeit Caritas Diözese Bozen-Brixen, I-39100 Bozen, Sparkassenstrasse 1 Tel. +39 0471 304 351 Fax +39 0471 304 395, international(at)caritas.bz.it  

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