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Bolivien: ABC - Lernen für eine bessere Zukunft

Ein Platz im Internat bedeutet für Kinder im bolivianischen Hochland eine große Chance. Sie können zur Schule gehen und für eine bessere Zukunft lernen. Denn in ihrer Heimat sind die Schulen rar und die Wege dorthin oft zu weit, um sie jeden Tag zurückzulegen. Auch haben viele Familien kein Geld für die nötigen Bücher und Hefte.

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Bolivien: ABC - Lernen für eine bessere Zukunft

"Wir haben wirklich Glück"

Jorge hat gerade das dritte Mittelschuljahr in Pojo abgeschlossen und bereitet sich auf die Heimfahrt zu seiner Familie vor. Während des Schuljahres ist er im Internat untergekommen. Von seinem Heimatdorf wäre der Weg zur Schule zu weit gewesen. “Wir hatten viele technische Fächer. Besonders gern habe ich Naturkunde. Wir haben wirklich Glück“, freut sich Jorge.

Jorge stammt aus einem abgelegenen Bergdorf in der Diözese von Aiquile. Dort kann fast die Hälfte der Bevölkerung weder Lesen noch Schreiben. In der weiblichen Bevölkerung liegt die Analphabetenrate bei fast 54%, unter der männlichen bei knapp über 40%. Dazu kommen all die vielen Menschen, die gerade ihren Namen schreiben können. Es fehlen die Lehrer und vor allem die Schulen; die wenigen Schulen im Gebirge führen kaum über die ersten vier Jahre der Grundschule hinaus. Die Wege zu weiterführenden Schulen sind zu lang, um sie jeden Tag zurücklegen zu können. Die Armut der Bevölkerung tut ihr übriges: viele können sich die Hefte und Stifte für die Schule gar nicht leisten.

Für Kinder wie Jorge bedeutet das Internat die einzige Möglichkeit, zur Schule zu gehen. Anfangs haben viele Heimweh und im Internat ist für sie vieles neu: der tägliche Umgang mit Gleichaltrigen, die Verhaltensregeln, aber auch der Umgang mit Betten, Seife, Zahnbürste und Klopapier. Auch Strom, fließendes Wasser, Duschen und Waschbecken kennen die meisten von zuhause nicht.

Leben in einem der ärmsten Länder Südamerikas

Der größere Teil der knapp acht Millionen Einwohner Boliviens leben in Bergregionen auf weit entlegenen Bauernhöfen. Das Kinderpatenschaftsprojekt ABC ist mitten im bolivianischen Hochland in der Region Cochabamba angesiedelt. Aktuellen Schätzungen zufolge leben dort zwischen 230.000 und 250.000 Menschen. 95% von ihnen gehören der Volksgruppe der Quechua an und verdienen ihren Lebensunterhalt mehr schlecht als recht in der Landwirtschaft. Ihre Anbaumethoden und Werkzeuge sind großteils veraltet. Die weiter fortschreitenden Klimaveränderungen bringen verstärkt Dürreperioden. Notwendige Infrastrukturen wie Bewässerungssysteme sind kaum vorhanden. Drittklassiges Saatgut lässt Ernten zusätzlich schrumpfen. Sie reichen oft nicht aus, um satt zu werden bzw. Familien zu ernähren.

Immer mehr Menschen sehen sich gezwungen, das Hochland zu verlassen. Sie hoffen auf Arbeit in den Städten. Doch ohne Schul- oder Berufsbildung landen sie meist in den Elendsvierteln. Soziale Grundversorgung ist in Cochabamba - wie auch im restlichen Staatsgebiet - nur sehr begrenzt vorhanden. Der Großteil der Bevölkerung hat keinen Zugang zu ärztlicher Versorgung oder schulischer Ausbildung. Vor allem die Landbevölkerung lebt abgeschieden. Die wenigen Schulen, Krankenhäuser und sozialen Einrichtungen sind für sie meist schwer zu erreichen. Die Analphabetenrate liegt in der Region von Cochabamba bei 40%.

Das Kinderpatenschaftsprojekt ABC

Die meisten Volksschulen in Cochabamba decken nicht mehr als die ersten beiden Schuljahre ab. Mittel- und Oberschulen gibt es nur in den größeren Städten wie Pojo, Pocona und Totora, die zusammen rund 15.000 EinwohnerInnen haben. Alle drei liegen im Hochland auf über 2.500 m Meereshöhe. Dort unterstützen wir von der Caritas im Rahmen unseres Kinderpatenschaftsprojektes ABC drei Internate. 270 Buben und Mädchen aus abgelegenen Bauernfamilien werden während des Schuljahres dort umsorgt und können zur Schule gehen. Drei Mal am Tag bekommen sie ein warmes Essen, außerdem Kleider, Bücher, Schulmaterialien und medizinische Versorgung. An den Nachmittagen stehen LehrerInnen für die Hausaufgabenhilfe zur Verfügung. Außerschulisch werden Computerkurse, Theaterwerkstätten, Singen im Chor und verschiedene sportliche Aktivitäten angeboten. Aufgrund der erhaltenen Bildung haben die Kinder die Chance, ihr Leben später selbst in die Hand zu nehmen, einen Beruf zu ergreifen, mitreden und mitgestalten zu können. Manche werden studieren, sich auch politisch einbringen und ihr Volk auf dem Weg in die Selbstständigkeit begleiten.

Mit knapp einem Euro am Tag geben Sie Kindern eine Chance

Knapp ein Euro am Tag reicht aus, um alle Kosten für ein Kind im Projekt ABC abzudecken. Dazu gehören Unterkunft, Verpflegung, Schulmaterial, Instandhaltungskosten, Heizung und Reinigung der Strukturen, sowie das Gehalt der LehrerInnen und der Köchin.

Kennwort: Kinderpatenschaft Bolivien

Wer Pate/Patin für ein Kinderpatenschaftsprojekt der Caritas werden möchte, kann die Höhe und die Dauer seiner Spende frei wählen. Die PatInnen legen selbst fest, wie die Zahlung erfolgen soll: einmalige Beträge sind ebenso möglich wie regelmäßige Überweisungen. Die PatInnen sind nicht vertraglich zu einer Zahlung verpflichtet. Sie können die Unterstützung jederzeit und ohne Angabe von Gründen unter- oder abbrechen.

 

Weitere Informationen: Büro für Auslandsarbeit Caritas Diözese Bozen-Brixen, I-39100 Bozen, Sparkassenstrasse 1 Tel. +39 0471 304 351 Fax +39 0471 304 395, E-Mail: international(at)caritas.bz.it

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