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Work in progress

Ausstellungseröffnung am 1. April 2022 in Meran: Die berufliche Situation von Menschen mit Migrationshintergrund, ihr Einsatz, um in der Arbeitswelt voran zu kommen, ihre Wünsche und Ziele stehen im Mittelpunkt der Foto-Ausstellung „Work in progress“, die am 1. April um 16 Uhr im Liebeswerk in Meran eröffnet wird. Die Ausstellung ist im Rahmen des EU-Forschungsprojektes MATILDE entstanden, an welchem die Südtiroler Caritas seit 2 Jahren beteiligt ist. Ziel des Projektes in Südtirol ist es, neue Wege für die Integration von Menschen aus Nicht-EU-Ländern in den Arbeitsmarkt aufzuzeigen. „Bei der Ausstellung stehen die Menschen im Mittelpunkt, um die es bei MATILDE eigentlich geht, nämlich die Frauen und Männer, die nach Südtirol gekommen sind, um hier zu lernen, zu arbeiten und zu leben“, betont Caritas-Direktor Franz Kripp. Alle Interessierten sind herzlich zur Ausstellungseröffnung eingeladen.

Keita, Khatia, Ousseini, Rita, Sushma und Atika sind die 6 Protagonistinnen und Protagonisten der Ausstellung ‚Work in progress‘, die am Freitag in Meran eröffnet wird. Sie stammen aus Mali, Georgien, Burkina Faso, Nigeria, Indien und Marokko und arbeiten hier in verschiedenen Bereichen des Südtiroler Arbeitsmarkts: in der Landwirtschaft, in Industriebetrieben, als Mechaniker oder im Hotel- und Gastgewerbe.

Die Künstlerin Daria Akimenko hat diese Menschen im Rahmen des Projektes MATILDE begleitet und fotographisch festgehalten, was sie bewegt und motiviert. „Der Titel der Ausstellung ‚Work in progress‘ ist bezeichnend für das Leben vieler Menschen aus Nicht-EU-Ländern: Sie sind immer in Bewegung, auf der Suche, müssen und möchten lernen und sich und ihre Kompetenzen weiterentwickeln. Sie alle eint der Wunsch nach einem sicheren Arbeitsplatz, der ihren Fähigkeiten entspricht und mit dem sie ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Besonders beeindruckend sind die Motivation und Ausdauer, die sie einbringen, auch wenn die Situation oftmals schwierig ist“, sagt Akimenko. die das Konzept für die Foto-Ausstellung entwickelt und diese auch realisiert hat.

Mit „Work in progress“ gibt Daria Akimenko mit ihren Fotos Einblicke in die Arbeitssituation der sechs Protagonistinnen und Protagonisten, ihre Ziele und ihren Einsatz, um diese zu verwirklichen. Zu sehen sind neben zahlreichen Bildern der Frauen und Männer auch grundlegende Informationen zum Projekt MATILDE sowie interessante Statistiken zum Thema Zuwanderung und Südtiroler Arbeitsmarkt. „Für die Caritas war es von Anfang an wichtig, dass beim Forschungsprojekt die Betroffenen mit eingebunden werden. Die Ausstellung zeigt, dass es bei allen Zahlen und Fakten, die im Zuge des Projektes analysiert werden, doch vorrangig um die Menschen geht, die hierzulande am Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft Fuß fassen möchten“, betont Caritas-Direktor Franz Kripp.

„Work in progress“ ist als Wanderausstellung konzipiert. Eröffnet wird sie am 1. April um 16 Uhr in der Kapuzinerstiftung Liebeswerk in Meran (Goethestr. 15). Auch dort arbeiten Menschen aus anderen Ländern mit. „Als Arbeitgeber kenne ich die Herausforderungen gut, diese bestehen durchaus auf beiden Seiten. Der Arbeitsmarkt befindet sich momentan in einer besonders schwierigen Phase, umso mehr hoffe ich auch auf einen langfristigen, positiven Effekt des EU-Projekts“, erklärt Alexander Santin, Direktor des Liebeswerks. „Dass eine unserer Mitarbeiterinnen in der Ausstellung abgebildet ist, habe ich ausdrücklich unterstützt“.

Im Liebeswerk ist die Ausstellung noch bis zum 15. April von Montag bis Freitag zwischen 8 und18 Uhr für alle Interessierten kostenlos zugänglich. Ab dem 9. Mai sind die Bilder im CaritasCafé in Bozen (Sparkassenstr. 1) ausgestellt. Weitere Stationen, auch in anderen Orten Südtirols, werden laufend auf der Homepage der Caritas www.caritas.bz.it bekanntgegeben. Zur Eröffnung am 1. April um 16 Uhr sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Sie findet unter Einhaltung aller Corona-bedingten Sicherheitsregeln statt.

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