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„Humor macht auch das Sterben erträglicher“

Das Thema „Humor“ hat die Caritas Hospizbewegung heuer in den Mittelpunkt ihrer Veranstaltung mit den Ehrenamtlichen zum Welthospiztag gestellt. „Wer Humor respektvoll, einfühlsam und mit Verantwortung einsetzt, kann dem Sterben viel von seiner Bedrohlichkeit nehmen“, gab Agnes Innerhofer, die Leiterin der Caritas Hospizbewegung, dabei den Ehrenamtlichen mit auf den Weg.

Auch Caritas-Direktor Paolo Valente unterstrich bei seiner Begrüßung die Bedeutung des Humors als „Weg zu mehr Leichtigkeit“: „Lachen tut uns gut und unser Lachen tut den anderen gut. Humor hilft uns, die Situationen im richtigen Licht zu sehen. Humor hilft den Menschen, sich nicht viel zu ernst zu nehmen.“

Die Caritas Hopsizbewegung habe oft mit sehr ernsten Themen zu tun. „Darf in einer solchen Situation überhaupt gelacht werden?“, fragte Agnes Innerhofer da in die Runde. „Ja, es soll sogar gelacht werden. Jeder Mensch, und ist er noch so sterbenskrank, will mehr als nur eine Krankheit sein und bis zu seinem letzten Atemzug möglichst normal leben – und dazu gehört eben das Lachen“. Betroffene und Angehörige sollten es sich deshalb erlauben, ebenso dürften Ehrenamtliche – respektvoll und verantwortungsbewusst – ihre Arbeit mit einer Brise Humor versetzen. „Humor hilft dabei, das Unabwendbare leichter zu ertragen, ihm die Bedrohlichkeit zu nehmen, von Wut, Ärger und Angst zu entlasten und Nähe zu schaffen“, zählte Innerhofer die Vorteile von Humor auf.

Caritas-Direktor Paolo Valente und Agnes Innerhofer bedankten bei den vielen fleißigen und unermüdlichen Helfern des Dienstes: „Ohne euch gäbe es die Hospizbewegung nicht“. 186 Frauen und Männer aller drei Sprachgruppen stellen sich derzeit in den Dienst der guten Sache, helfen Betroffenen und Angehörigen mit schwierigen Situationen fertig zu werden, bauen Beziehungen auf, begleiten Menschen in ihrer letzten Lebensphase.

Die Caritas Hospizbewegung bietet bereits seit Jahren Trauernden und Angehörigen Rat und Unterstützung an. Die Trauerbegleitung kann landesweit und unentgeltlich in Anspruch genommen werden. Für nähere Informationen können sich Interessierte an die Büros Caritas-Hospizbewegung, in Bozen (Marconistraße 7, Tel. 0471 304 370, hospiz@caritas.bz.it), Meran (Rennweg 52, 0473 495 631), Brixen (Bahnhofstr.27a, 0472 268418), Bruneck (Paul von Sternbachstr. 6, 0474 414 064) und Schlanders (Hauptstr.131, 0473 732 647) wenden.

Trost und Hilfestellung bietet auch die Caritas-Broschüre „Gehalten und getröstet. Eine Handreichung in der Trauer“, die ebenfalls in allen Büros der Hospizbewegung oder im Haus St. Michael der Caritas in der Sparkassenstraße 1 in Bozen kostenlos erhältlich ist.

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