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Corona-Nothilfe der Caritas: Gemeinsam durch die Krise

Mit dem zweiten Lockdown ist bei der Caritas die Nachfrage um Rat und Beistand wieder angestiegen. So melden sich unter der Caritas-Hotline 0471 304 304 jetzt wieder vermehrt Menschen, die sich in seelischen oder materiellen Notlagen befinden, oder die Hilfe im schwieriger gewordenen Alltag brauchen. „Gerade jetzt in der Krise wollen wir den Menschen die Zuversicht geben, dass sie mit ihren Nöten und Sorgen nicht alleine sind“, sagt Paolo Valente. So sind weiterhin alle Beratungsdienste der Caritas aktiv. Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr für Menschen in Krisensituationen erreichbar. Mit Unterstützung von zahlreichen Freiwilligen bietet die Caritas auch ganz konkrete Hilfestellungen an, beispielsweise die Einkaufsdienste der youngCaritas und die Ausgabe von Lunchpaketen an Obdachlose. In einer Umfrage möchte die Caritas die Bedürfnisse von älteren und schwächeren Menschen noch genauer untersuchen.

„Mit der zweiten Corona-Welle ist die Unsicherheit in der Bevölkerung spürbar angestiegen. Viele Menschen wenden sich derzeit wieder an die Caritas, weil sie sich einsam fühlen, weil sie finanziell in Not sind, weil sie sich große Sorgen um die Zukunft machen oder nicht wissen, wohin sie sich wenden können, wenn sie Hilfe benötigen“, sagt Caritas-Direktor Paolo Valente. Das zeige unter anderem die steigende Zahl an Anfragen bei der Caritas-Hotline. Diese ist unter Tel. 0471 304 304 von Montag bis Freitag von 8 bis 17 Uhr für alle erreichbar, die Unterstützung oder auch nur einen Rat benötigen. „Auch wer nicht persönlich betroffen ist, aber von einer schwierigen Situation in der Nachbarschaft oder im Bekanntenkreis weiß und unsicher ist, ob und was er oder sie unternehmen könnte, kann sich melden“, betont Valente.

Um der Bevölkerung gerade in dieser schwierigen Zeit zur Seite zu stehen, sind auch alle Beratungs- und Begleitdienste der Caritas unter Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen aufrecht. „Gerade jetzt, wo die Menschen mehr als sonst Ansprechpartner für ihre Sorgen brauchen, ist es uns ein Anliegen, dass alle Dienste nicht nur telefonisch erreichbar sind, sondern bei Bedarf auch persönliche Gespräche anbieten“, sagt Bereichsleiter Guido Osthoff. So helfen die Schuldnerberater bei finanziellen Sorgen, die Männerberater bei Überforderung und Konflikten, die Psychosoziale Beratung bei seelischen Nöten und Abhängigkeitsproblematiken und die Hospizbewegung bei Verlusterfahrungen. Die Sozialberatung, die ihre normalen Öffnungszeiten beibehalten hat, leistet Hilfestellung in verschiedensten Problemsituationen und ist auch für telefonische Beratungen erreichbar. Die Telefonseelsorge, welche die Caritas gemeinsam mit der Südtiroler Vinzenzgemeinschaft führt, ist nach wie vor rund um die Uhr unter Tel. 0471 052 052 oder online unter online-telefonseelsorge.bz.it für Menschen in Krisensituationen erreichbar.

Unterstützung kommt auch aus der Bevölkerung. „Es melden sich wieder sehr viele Menschen, die helfen möchten“, zeigt sich Brigitte Hofmann, die Leiterin des Bereiches Caritas&Gemeinschaft erfreut. Koordiniert von youngCaritas führen zahlreiche Freiwillige in mehreren Ortschaften die Einkaufsdienste für Menschen durch, die ihre Häuser oder Wohnungen nicht verlassen dürfen oder wollen. Andere helfen bei der Ausgabe von warmen Mahlzeiten in Form von Lunchpaketen an Bedürftige in Bozen und in Brixen mit. Zahlreiche Ehrenamtliche der Hospizbewegung sind in Zusammenarbeit mit den Netzwerkpartnern des Caritas-Dienstes in Altersheimen und Krankenhäusern im Einsatz, spenden Trost und übernehmen auch kleinere Hilfsdienste, um das Pflegepersonal zu entlasten. „Die Hospiz-Mitarbeiter sind zwar nicht in der Pflege tätig, können aber dennoch einen wichtigen Beitrag leisten – beispielsweise indem sie für Schwerkranke in den Strukturen da sind und Kontakt zu den Angehörigen halten, die nicht zu Besuch kommen dürfen“, sagt die Leitern der Hospizbewegung, Agnes Innerhofer.

Und auch sonst ist viel Solidarität spürbar. „Viele beteiligen sich an unseren Mitmachprojekten und schicken kleine Botschaften als Zeichen der Gemeinschaft trotz Kontaktbeschränkungen: Kinder malen Zeichnungen, die über unsere ‚Flaschenpost‘ an ältere Menschen gehen, die so genannten ‚Music Heroes‘ geben musikalische Ständchen für die Bewohner der Seniorenheime, Hobbyfilmer verfassen herzliche Videobotschaften“, bedankt sich Brigitte Hofmann.

Angesichts von so viel Hilfsbereitschaft möchte die Caritas jetzt die Anliegen und Bedürfnisse von älteren und schwächeren Menschen in der derzeitigen Krisensituation noch genauer untersuchen, um entsprechende Hilfsangebote gezielt organisieren zu können. Dazu hat sie eine kurze Umfrage gestartet. „Wir möchten herausfinden, was die Menschen besonders bewegt, was ihnen die meisten Sorgen und Schwierigkeiten bereitet, damit wir ihnen weiterhin die Hilfe geben können, die sie wirklich brauchen“, betont Caritas-Direktor Paolo Valente. Der entsprechende kurze Fragebogen kann ganz anonym online unter https://forms.gle/TckSY93FzbLaHsry5 ausgefüllt werden. Wer seine Antworten telefonisch übermitteln möchte, kann dies unter der Nummer 0471 304 333 tun.

Die Caritas-Anlaufstellen im Überblick:
Caritas-Hotline und Sozialberatung:
Tel. 0471 304 304 und 0471 304 308 (Montag bis Freitag, 8 bis 17 Uhr)
Einkaufsdienste: Tel. 0471 304 306 (Montag bis Freitag, 8 bis 15 Uhr)
Telefonseelsorge: Tel. 0471 052 052 oder telefonseelsorge-online.bz.it (rund um die Uhr)
Schuldnerberatung: Tel. 0471 304 380 (Montag bis Freitag, 9 bis 17 Uhr)
Hospizbewegung: Tel. 0471 304 370 (Montag bis Freitag, 10 bis 12 Uhr)
Männerberatung: Tel. 0471 324 649 (Montag bis Mittwoch, 15 bis 18 Uhr)
Psychosoziale Beratung: Tel. 0473 621 237 (Montag bis Freitag, 8 bis 12 Uhr)
youngCaritas (Flaschenpost, Music Heroes): Tel. 0471 304 333 (Montag bis Freitag, 8 bis 17 Uhr) oder info(at)youngcaritas.bz.it.

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