Die Vorstellungen von dem, was menschliches Leben ausmacht, haben sich verändert. So wie der medizinische und wissenschaftliche Fortschritt neue Möglichkeiten zur Behandlung und Begleitung sterbender Menschen eröffnet, stellen sich entscheidende Fragen rund um den Tod für viele Menschen in einem neuen Zusammenhang. Ihre Beantwortung ist nicht zuletzt eine ethische Herausforderung. Das vorliegende Dokument beinhaltet wesentliche Sichtweisen und einschlägige ethische Positionen der Caritas Hospizbewegung in ihren Grundzügen.
In einem ersten Schritt geht es im Positionspapier um begriffliche Klärungen. Danach schließen sich einige kurze Überlegungen zu den leitenden Werten an, die in der Sterbehilfediskussion Beachtung finden sollten. Danach benennt die Caritas Hospizbewegung ihre ethischen Einschätzungen der verschiedenen Formen von Sterbehilfe und geht auf besondere Fragestellungen ein. Außerdem gibt sie Hinweise zum Selbstverständnis gegeben, das die Hospizbewegung im Umgang mit sterbenden Menschen leitet.
Bei der Entwicklung ihrer Einschätzungen und Überzeugungen orientiert sich die Caritas Hospizbewegung an pflegerisch-medizinischen, überhaupt humanwissenschaftlichen Erkenntnissen und am aktuellen theologisch-ethischen Diskussionsstand. Grundlegend sind die Erfahrungen, die ihre MitarbeiterInnen in der täglichen Begleitung von sterbenden Menschen machen. Den Rahmen geben kirchlich-lehramtliche Aussagen vor.
Weil sich das Dokument als Erstinformation versteht, können die Argumente für, aber auch gegen einzelne Standpunkte nicht näher ausgeführt werden.