Alt, krank und allein
Im Norden Serbiens, in der Provinz Vojvodina, leben etwa zwei Millionen Menschen aus über 15 verschiedenen ethnischen Gruppen vorwiegend von der Landwirtschaft und kleinen Industriebetrieben. Viele Frauen und Männer sind während des Krieges im früheren Jugoslawien ausgewandert.
Zurückgeblieben sind vor allem alte, oft einsame und kranke Menschen. Ihre minimalen Pensionen reichen kaum bis zur Monatshälfte. Selten reicht das Geld für Seife und Spülmittel, weil es für Nahrungsmittel und Medikamente gebraucht wird. Das Leben dieser Menschen besteht aus Erinnerungen, Einsamkeit und Trauer.
Beistand und Hilfe
Mit Unterstützung der Südtiroler Caritas hat die Caritas Srem vor Ort einen Hauspflegedienst aufgebaut. 52 alte Menschen (9 Männer und 43 Frauen), die aus gesundheitlichen Gründen an ihr Haus gebunden sind, bekommen dadurch Hilfe. Manche von ihnen leben in der Stadt in alten Wohnblöcken, die meisten aber in umliegenden Dörfern oder am Land. Das Hauspflegeteam besteht aus zwei Betreuerinnen und einer ausgebildeten Krankenschwester, die unter anderem für Hygiene und Körperpflege zuständig ist. Sie sind sechs Tage in der Woche im Einsatz. Acht Stunden täglich kümmern sie sich um den Haushalt der Betreuten, um die Einkäufe und anstehende bürokratische Angelegenheiten. Gemeinsam bringt das Team der Caritas Srem Farbe in den sonst so düsteren Alltag der alten Menschen, der sonst von Einsamkeit, finanziellen Problemen und Kranheit geprägt ist. Viele der Betreuten leiden an schweren körperliche Gebrechen, wie Herzschwäche, Diabetes, Arteriosklerose oder Erbkrankheiten. Einige werden auch nach chirugischen Eingriffen oder Schlaganfällen zuhause betreut.
Menschliche Wärme gegen die Einsamkeit
Das Ziel der Caritas Diözese Bozen Brixen und der Caritas Srem ist es, auf die unmittelbaren materiellen, sanitären und psychologischen Bedürfnisse der alten Menschen in Vojvodina zu reagieren. Die Einsamkeit führt diese Menschen oft in tiefe Depressionen. Allein können sie ihren Alltag und ihre Probleme nicht meistern. Jetzt aber haben sie die Sicherheit, dass jemand da ist, der sie betreut und der ihnen menschliche Wärme gibt.
Mit 1.041 Euro jährlich kann das gesamte Hauspflegeprojekt finanziert werden. Damit werden nicht nur die nötigen Hilfestellungen garantiert. In Notfällen werden den Betreuten auch Lebensmittel, Medikamente oder Holz zum Heizen zur Verfügung gestellt.
Auch Sie können helfen
Jede kleine Unterstützung hilft den alten Menschen in Vojvodina aus ihrer materiellen, physischen, und seelischen Not. Auch Sie können dazu beitragen, diesen Menschen ein bisschen Würde und Wärme zurückzugeben.
Weitere Informationen erteilen Ihnen die MitarbeiterInnen der Caritas Auslandsarbeit in Bozen, Sparkassenstraße 1
Tel. 0471 304 352,
international@caritas.bz.it
hre Spende bedeutet Beistand und menschliche Wärme gegen die Einsamkeit der alten Menschen in Vojvodina. Bitte geben Sie bei Ihrer
Überweisung das Kennwort „Serbien“ an.
Bank für Trient und Bozen: IBAN: IT66A0324011610000006000065
Südtiroler Sparkasse: IBAN: IT17X0604511601000000110801
Raiffeisen Landesbank: IBAN: T42F0349311600000300200018
Südtiroler Volksbank: IBAN: T12R0585611601050571000032