Beispiel Frau B.
Arbeit in Deutschland
Frau B. ist in Italien geboren. Sie hat eine Schule für Kosmetik absolviert und als Ästhetistin gearbeitet. Außerdem hat sie drei Jahre Erfahrung als Baristin gesammelt. Vor ungefähr 20 Jahren ist sie nach Deutschland gegangen, wo sie in Pizzerien und Eisdielen gearbeitet hat. Aufgrund ihrer psychischen Probleme wechselte sie ständig die Arbeitsstelle und führte ein insgesamt sehr unruhiges Leben.
Die Ausweisung
Im Jahr 2002 wurde Frau B. aus Deutschland ausgewiesen. Die Gründe dafür sind nicht ganz klar, wahrscheinlich war es ihre Arbeits- und Wohnungslosigkeit in diesem Zeitraum. Frau B. hatte damals für ein halbes Jahr in Hamburg bei Klosterschwestern gelebt. Nach ihrer ersten Ausweisung aus Deutschland kehrte Frau B. zu ihrer Familie in Venedig zurück. Nach einiger Zeit zog sie nach wieder Deutschland, wo sie erneut ausgewiesen wurde. Nach einem weiteren Aufenthalt von wenigen Tagen bei ihrer Familie zog sie ein weiteres Mal nach Deutschland. Sie wurde wieder ausgewiesen, und musste wegen Missachtung der Einreisegesetze noch drei Monate in Haft verbringen.
Die Bitte um Hilfe
Nach drei Monaten Gefängnis ist sie endgültig nach Italien zurückgekehrt. Sie hat bei Haus Margaret um Hilfe gebeten, weil sie versuchen will, ihre psychischen Probleme in den Griff zu bekommen und ihr Leben in Ordnung zu bringen. Im Moment nimmt sie an einem Projekt mit anderen Sozialdiensten teil.
Beispiel Frau S.
Die verschiedenen Aktivitäten nach dem Studium
Frau S. hat die Oberschule in Padua besucht und dann Mathematik und Informatik studiert. Danach unterrichtete sie ca. 3 Jahre lang an einer Oberschule. Sie wurde jedoch entlassen, weil sie – wie sie sagt – an einem Streik teilgenommen hat. Später hat sie Bücher über Mathematik und über die Anerkennung der Homosexualität geschrieben. Sie war eine der ersten Frauen in Italien, die zu diesem Thema Stellung genommen haben. Sie war Mitglied des Partito Radicale und hat innerhalb der Partei eine Gruppe für Homosexualität gegründet.
Die Schwierigkeiten nach dem Outing
Nachdem sie öffentlich erklärt hatte, dass sie homosexuell veranlagt ist, kamen viele Probleme auf sie zu. Sie wurde aus der Gesellschaft und vor allem aus ihrer Familie ausgeschlossen, weil diese es als Schande empfand, eine homosexuelle Tochter zu haben. Es ging so weit, dass Frau S. von ihrer Familie für verrückt erklärt wurdet. Das alles hat Frau S. psychisch überfordert. Sie hat einige Zeit in Frankreich als Stubenmädchen ihren Lebensunterhalt verdient und hat auch in Holland gelebt. Doch ihr psychischer Zustand hat sich immer mehr verschlechtert und sie konnte keiner geregelten Arbeit mehr nachgehen.
Die Aufnahme in Haus Margaret
Nach ihrer Ankunft in Bozen wurde sie sofort im Krankenhaus aufgenommen, weil sie so heruntergekommen war, dass sie Würmer an den Beinen hatte. Von dort wurde sie in Haus Margaret eingewiesen, wo sie eine gewisse Stabilität gefunden hat, auch wenn ihre psychischen Störungen aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters nicht mehr ganz behoben werden können. Trotzdem geht es ihr jetzt gesundheitlich viel besser. Sie achtet auf Hygiene und auf ein ordentliches Aussehen und pflegt Beziehungen mit verschiedenen Personen.
So können Sie helfen
Mit einer Spende für Haus Margaret helfen sie Frauen in Not.
Bitte geben Sie bei der Überweisung unbedingt folgendes Kennwort an: Haus Margaret.
Bank für Trient und Bozen IBAN: IT66A0324011610000006000065
Südtiroler Sparkasse IBAN: IT17X604511601000000110801
Raiffeisen Landesbank IBAN: IT42F0349311600000300200018
Südtiroler Volksbank IBAN: IT12R0585611601050571000032
Weitere Informationen erteilt Ihnen gerne die Dienststelle:
Haus Margaret
Kapuzinergasse 24
I-39100 Bozen
Tel. ++39 0471 301 017
Fax: ++39 0471 328 144
E-Mail:
margaret@caritas.bz.it