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Hospizbewegung

 
Beispiel 1:
Frau E., eine ehrenamtliche Hospizmitarbeiterin erzählt:
Frau C. wird geraten, sich bei der Hospizbewegung zu melden, da diese auch Trauerbegleitungen anbietet. Am selben Tag noch kontaktiert Frau C. die Stelle, denn sie weiß weder ein noch aus. Bei unserem ersten Gespräch empfängt mich Frau C. bei sich zu Hause. Eher schüchtern öffnet sie die Haustür. Sie wirkt verängstigt, unsicher und gebrochen. Frau C. bietet mir einen Kaffee an. Ich nehme das Angebot gerne an, da ich merke, dass sie vorerst etwas geben muss, bevor sie sich traut etwas zu nehmen. Nachdem ich mich vorgestellt habe und nach einer kurzen Plauderei über Alltägliches bricht es aus Frau C. in Sturzbächen hervor. Sie erzählt mir den genauen Unfallhergang, an dem ihr ältester Sohn starb und ihr jüngerer Sohn schwer verletzt wurde. Sie erzählt mir in Tränen aufgelöst vom Begräbnis, von ihrer Angst um ihren jüngsten Sohn, von ihren Schuldgefühlen. Sie spricht vom Unverständnis des Mannes für ihre Gefühle, von den Mahnungen ihres Umfeldes und von ihrer Lebensunfähigkeit. Ich als Begleiterin kann nur Dasein, ihre ganze Trauer zulassen, sie bestärken, dass sie nach diesem Unglück das Recht hat so zu trauern. Ich kann ihr nur anbieten mit ihr diesen Trauerweg zu gehen, ihre Trauer auszuhalten, sie zu begleiten. Wir haben noch viele Treffen, an denen eine Fülle unterschiedlicher Gefühle, Gedanken und Fragen aufkommen. Am Ende eines der ersten Treffen kam es ganz spontan zu einer innigen Umarmung zwischen uns. In mir formt sich der Satz: Ich wünsche mir mit dir zusammen einen Weg durch deine Trauer zu finden.

Beispiel 2:
Herr A., ein ehrenamtlicher Hospizmitarbeiter erzählt:

Ich besuche Frau S. auf der Krankenstation, sie ist die meiste Zeit nicht bei Bewusstsein. Frau S. liegt im Sterben. Sie lebt sonst zu Hause allein. Harte Schicksalsschläge haben ihr Gesicht gezeichnet. Dabei ist sie noch nicht einmal 50 Jahre alt. Als ich das Krankenzimmer betrete bin ich ganz erstaunt, dass Frau S. die Augen öffnet und mich ansieht, irgendwie flehend. Ich frage sie, ob ich sie halten soll. Sie reagiert sofort darauf, indem sie entspannt für einen Moment die Augen schließt. Ich nehme sie in die Arme. Sie sieht mich dabei mit weitgeöffneten, etwas hervorstehenden Augen intensiv an. Wir genießen es, ich fühle mich innig mit ihr verbunden. Ich spüre ihren unregelmäßigen Atem und ahne, dass das unsere letzte gemeinsame Zeit ist. Seit drei Monaten besucht ich Frau S. jeden Donnerstag Nachmittag. Nun müssen wir uns endgültig verabschieden. In Gedanken und Gesten vermittle ich ihr, was sie mir bedeutet. Ich betrachte sie, ihre Hände, ihr Gesicht, die Atmosphäre, die uns umgibt, um mir ganz genau alles einzuprägen, denn so - und mit den Erinnerungen an unsere gemeinsame Zeit - will ich sie in meinen Gedanken behalten. Ich nehme Abschied, lege sie langsam in ihre Kissen zurück, drücke nochmals ihre Hand. Frau S. erwidert leicht spürbar meinen Druck, hält mich aber nicht fest, wie sie es sonst immer tat. Ich lasse sie gehen, doch lasse ich sie nicht zurück. Beim Gehen drehe ich mich noch einmal um, wir sehen uns intensiv an und ich muss lächeln, denn Frau S. ist eine Bereicherung für mein Leben. Ich bin dankbar für diese Nähe.

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Hospizbewegung

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Tel: ++39 0471 304 370, Fax: ++39 0471 973 428
hospiz@caritas.bz.it

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Fax 0471 973 428
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