Kenia - New Life

 
Kindsein abseits der Müllhalden
Der zwölfjährige Baralia lebt in Nairobi, der Hauptstadt Kenias, im Slum von Korogocho. Einstöckige Häuser aus nacktem Beton drängen sich hier an Hütten aus Wellblech, Karton, Holz und Stofffetzen. Dazwischen befinden sich enge Gassen, bedeckt mit Abfällen und Kot von Mensch und Tier. Rauchwolken von den nahen Industriekaminen machen die Luft grau und stickig. Die meisten Kinder suchen auf den Mülldeponien nach Metall und halbwegs gut erhaltenen Gegenständen, die sie verkaufen können – wie Baralia. Er hat eben eine Metallpfanne und ein Stück Seife gefunden. Die Pfanne tauscht er gegen Öl und Maismehl. Seine Mutter wird sich freuen: heute kann sich die ganze Familie zur Abwechslung mal satt essen.
Baralias Mutter arbeitet in einer kleinen Wäscherei. Doch was sie dort verdient, reicht nicht für die fünfköpfige Familie: ein Euro für zwölf Stunden Wäsche waschen, schrubben und trocknen. Dabei kostet ein Kilogramm Maismehl 95 Cent, ein Liter Öl 80 Cent und ein halbes Kilo Bohnen 40 Cent. Baralias Vater hat die Familie vor Jahren verlassen. „Es ist besser geworden, seit er weg ist“, erklärt Baralia. Der Vater habe das wenige Geld, das seine Mutter verdient hat, dem Alkohol geopfert. Und dann sei es an der Tagesordnung gewesen, sie alle zu beschimpfen und zu schlagen. Morgen wird Baralia wieder zur Schule gehen. Im Zentrum „New Life“ der Südtiroler Ordensschwester Lydia Pardeller hat er vor vier Jahren einen Platz bekommen. Dort lernt er an fünf Tagen pro Woche Lesen, Schreiben und Rechnen. Zwei Mal am Tag kann er essen, bis er satt ist.

Korogocho: ein Slum ruft nach Hilfe
Korogocho gehört zur kenianischen Hauptstadt Nairobi. Dort befindet sich das größte Slumgebiet Afrikas. Wer eine Hütte aus Wellblech mit Trägern aus Holz sein Eigen nennen kann, schätzt sich glücklich. Elend und Armut prägen Korogocho. Fürchterlicher Gestank hängt in der Luft. Das Leben spielt sich auf der Straße ab. Dämpfe von den nahen Müllhalden erschweren das Atmen. Sanitäre Anlagen und Strom fehlen praktisch zur Gänze. Krankheiten breiten sich schnell aus. Die Analphabetenrate in Korogocho beträgt derzeit 60%, ist aber im Steigen begriffen. Immer mehr Schulen schließen aufgrund von Geldmangel. Viele junge Mütter prostituieren sich, um sich und ihre Familien ernähren zu können. Gewalt, HIV, Aids und andere Krankheiten sind sehr präsent in Korogocho.

Das Projekt New Life
Mitten im Elend von Korogocho steht das Sozialzentrum New Life, das die aus Deutschnofen stammende Missionarin Lydia Pardeller im Rahmen der Tätigkeit ihres Vereins „Hands of Care and Hope“ führt. 200 Kinder zwischen acht und 13 Jahren können dort zur Schule gehen und ihre Hausaufgaben machen. Sie bekommen ausreichende Mahlzeiten und medizinische Versorgung. Die Schule ist ein wichtiger Bezugspunkt und daher das ganze Jahr über geöffnet. Freie Stunden verbringen die Kinder auf den nahen Müllhalden. Dort suchen sie nach Metall, Plastik und Glas, um es zu verkaufen und so das Familieneinkommen aufzubessern. Viele Kinder sind Waisen oder haben nur ein Elternteil. Im Sozialzentrum haben die Kinder eine saubere Umgebung. Sie bekommen regelmäßige Mahlzeiten, Kleider, Impfungen und Medikamente. Abends dürfen sie übrige Lebensmittel für ihre Eltern und Geschwister mit nach Hause nehmen.

60 Cent am Tag reichen aus, um alle Kosten für ein Kind im Projekt New Life abzudecken. Dazu gehören der Schulbesuch, die Grundausstattung mit Schulmaterialien, eine Schuluniform jährlich, Hygieneartikel, Dusch- und Waschmöglichkeit, ärztliche Visiten und Wurmprofilaxe. Das ganze Jahr über erhalten die Kinder an sechs Tagen pro Woche zwei warme Mahlzeiten, sonntags ein Mittagessen.

Ein Kind im Projekt New Life unterstützen Sie mit:
18 € im Monat
108 € alle sechs Monate
216 € im Jahr
oder einem beliebigen, von Ihnen bestimmten Betrag.

Kennwort: Kinderpatenschaft Kenia

Wer Pate/Patin für ein Kinderpatenschaftsprojekt der Caritas werden möchte, kann die Höhe und die Dauer seiner Spende frei wählen. Die PatInnen legen selbst fest, wie die Zahlung erfolgen soll: einmalige Beträge sind ebenso möglich wie regelmäßige Überweisungen. Die PatInnen sind nicht vertraglich zu einer Zahlung verpflichtet. Sie können die Unterstützung jederzeit und ohne Angabe von Gründen unter- oder abbrechen.


Weitere Informationen:
Büro für Auslandsarbeit Caritas Diözese Bozen-Brixen, I-39100 Bozen, Sparkassenstrasse 1 Tel. +39 0471 304 351 Fax +39 0471 304 395, E-Mail: international@caritas.bz.it

Kontaktperson: Fabio Molon

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Kontakt
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Fax 0471 973 428
www.caritas.bz.it

 
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