Wasser und Korn für hungernde Bevölkerung

Auch wenn es hierzulande um die Dürrekatastrophe am Horn von Afrika etwas ruhiger geworden ist, ist die Situation für die betroffene Bevölkerung immer noch bedrohlich. 13 Millionen Menschen sind nach wie vor von der Dürre und der damit einhergehenden Hungerkatastrophe betroffen. Judith Hafner von der Caritas Auslandsarbeit wird dieser Tage nach Äthiopien reisen, um sich selbst ein Bild von der Katastrophe, aber auch von den angelaufenen Hilfsmaßnahmen zu machen.
Zwar regnet es derzeit in Kenia, Äthiopien und Somalia, allerdings nur in jenen Regionen, die auch bisher von der Dürrrekatastrophe verschont geblieben sind. In den anderen Teilen dieser Länder warten die Menschen nach wie vor verzweifelt auf das kostbare Nass. Dank der Spenden aus Südtirol konnte die Caritas der Diözese Bozen-Brixen seit Juli 2011 den Betroffenen mit insgesamt 1,27 Millionen Euro unter die Arme greifen; weitere 350.000 Euro sollen noch bis Jahresende in die Soforthilfe investiert werden. Insgesamt versorgt das internationale Caritas-Netzwerk mehrere hunderttausend Kinder, Frauen und Männer in den Dürregebieten in Äthiopien, Somalia und Kenia mit Nahrung und sauberem Trinkwasser.
Ein Bild über das Ausmaß der Katastrophe und die Hilfsmaßnahmen will sich Caritas-Mitarbeiterin Judith Hafner, die sich hauptberuflich um die Projekte in Afrika kümmert, vor Ort machen. Sie wird am Sonntag nach Äthopien reisen und sich dort knapp zehn Tage lang aufhalten.
„Die Hilfsleistungen werden laufend ausgebaut. Neben der Notversorgung sollen Langzeitprojekte künftige Hungersnöte verhindern helfen“, sagt sie über die Arbeit der Caritas in den betroffenen Gebieten. Hierfür würden weitere 350.000 Euro zur Verfügung gestellt. Die Caritas-Partner in Äthiopien können dank dieser finanziellen Unterstützung die noch Wasser führenden Flüsse nützen, um neues Ackerland mit Feldbewässerungsprojekten nutzbar zu machen. Jungbauern würden geschult, die dank dieser Bewässerung eine reiche und vor allem sichere Ernte erzielen könnten.
„Der zweite Schritt ist der Bau von Getreidespeichern, durch welche die Ernte gelagert werden kann. Damit werden Zwischenhändler ausgeschaltet und die Lebensmittel werden vor Preisschwankungen geschützt“, gibt sich Hafner zuversichtlich. Die umliegenden Dörfer hätten dank dieser Bewässerung eine lokale Nahrungsquelle, auf die sie zurückgreifen könnten. „Mit dem Bau der Kornspeicher werden die Bauern vernetzt und geschult und dem Zugriff der Zwischenhändler entzogen.“ Der Bau von zwei neuen Speichern (für je 45.000 Euro) seien durch die Spenden bereits finanziert. Mit den Spenden an das Kennwort „Äthiopien“ kann dieses Projekt ausgeweitet werden.
Judith Hafner wird am 15. Dezember um 19 Uhr bei der Caritas, Haus St. Michael, in einem öffentlichen Vortrag über ihre Äthiopienreise berichten.
Wer die Caritas-Projekte in Äthiopien unterstützen möchte, ist eingeladen, seine Spende unter dem Kennwort “Äthiopien” auf eines der Spendenkonten der Caritas Diözese Bozen-Brixen einzuzahlen.
Bank für Trient und Bozen, IBAN: IT66A0324011610000006000065;
Raiffeisen Landesbank, IBAN: IT42F0349311600000300200018;
Südtiroler Sparkasse, IBAN: IT17X0604511601000000110801;
Südtiroler Volksbank, IBAN: IT12R0585611601050571000032.
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