Lasagne, Couscous, Knödel: Rezepte aus aller Welt gekocht von Frauen in Südtirol

Lasagne, Couscous, Knödel: Rezepte aus aller Welt gekocht von Frauen in Südtirol
Kochen verbindet Kulturen: unter diesem Motto hat die Caritas Diözese Bozen-Brixen gestern Abend in den Räumlichkeiten der Mensa am Vinschgetor in Meran das Buch „Lasagne, Couscous, Knödel“ vorgestellt. Es enthält Rezepte aus aller Welt, zusammengetragen von Frauen, die in Südtirol NachbarInnen geworden sind. Das Kochbuch ist im Rahmen der interkulturellen Kochabende entstanden, die die Caritas seit drei Jahren in verschiedenen Südtiroler Ortschaften organisiert. Dabei treffen sich SüdtirolerInnen und in Südtirol ansässige Frauen aus dem Ausland und kochen Spezialitäten aus ihrer Heimat. Im vergangenen Jahr hat das Ministerium für Arbeit und Sozialpolitik die Initiative ausgezeichnet und finanziell unterstützt. Damit wurde unter anderem der Druck dieses Rezeptbuchs möglich. Die interkulturellen Kochabende sollen in den kommenden Monaten weiter angeboten werden. Die Caritas sucht daher engagierte Frauen, die einen solchen Abend in ihrer Pfarrei organisieren möchten.

Ein Kochbuch mit Rezepten aus verschiedenen Ländern und Kulturen hat die Caritas gestern Abend in den Räumlichkeiten der Mensa am Vinschgertor in der Meraner Verdistraße 14 vorgestellt. Das Buch mit dem Titel „Lasagne, Couscous, Knödel“ ist eines der Ergebnisse der interkulturellen Kochabende, welche die Caritas Diözese Bozen-Brixen im vergangenen Jahr mit der finanziellen Unterstützung des Ministeriums für Arbeit und Sozialpolitik in verschiedenen Südtiroler Ortschaften organisiert hat. Ganz im Zeichen des guten Zusammenlebens trafen sich dabei SüdtirolerInnen und in Südtirol ansässige Frauen zum gemeinsamen Kochen. Über 300 Frauen haben bisher an den verschiedenen Abenden teilgenommen.

Eine Auswahl der bei den Kochabenden entstandenen Gerichte sind in „Lasagne, Couscous, Knödel zusammengefasst. Mit über 80 Rezepten für Suppen, Pasta, Fleischgerichte, Fisch, Gemüse, Süßspeisen und Brot lädt „Lasagne, Couscous, Knödel“ zu einer kulinarischen Reise rund um den Globus ein. Rezepte für eine russische „Bortsch“ und gefülltes Brot aus Marokko sind in dem Büchlein ebenso zu finden wie Kochanleitungen für indische Teigtaschen, kroatische Sauerkrautrouladen, pakistanisches Kebap tunesisches „Mattabua“, indisches „Shahi Paneer“, pusterer Tirtlen, südtiroler Pressknödel, trientner „Strangolapreti“ und bosnische „Sampita“. Die Rezepte kommen direkt von den Teilnehmerinnen an den interkulturellen Kochabenden und sind entweder auf Deutsch oder auf Italienisch verfasst - je nach bevorzugter Sprache der Köchin..

„Die Kochabende sind kleine, aber effektive Schritte zur Integration. Vor allem Frauen, die Kinder haben und nicht arbeiten, haben es im Alltag oft schwer, Anschluss zu finden“, erklärt die Caritas-Mitarbeiterin Daniela Paganini, die viele der Kochabende begleitet hat. Das gemeinsame Kochen helfe über die anfängliche Schüchternheit hinweg. Beim Gemüse schneiden, Teig anrühren, Fleisch und Fisch anbraten, kommen Gespräche schnell in Gang. Rezepte werden ausgetauscht, Kochtipps machen die Runde. Zum Abschluss jedes Kochabends wird gemeinsam gegessen. „Gerade wenn es um Kinder, den Haushalt und das Leben in der Familie geht, sind die Frauen oft überrascht, wie viel sie trotz kultureller Unterschiede gemeinsam haben“, berichtet Paganini.

Die Caritas Diözese Bozen-Brixen organisiert die interkulturellen Kochabende mit Hilfe von freiwilligen Helferinnen. Im vergangenen Jahr wurde die Initiative vom Ministerium für Arbeit und Sozialpolitik ausgezeichnet und finanziell unterstützt. Dadurch konnten die Kochabende auf Ortschaften in ganz Südtirol ausgeweitet werden. Jetzt ruft die Caritas engagierte Frauen aus ganz Südtirol dazu auf, selbst einen interkulturellen Kochabend in ihrem Dorf oder Pfarrei zu veranstalten. Sie bietet Mithilfe bei der Organisation der Abende an.

“Das Essen mit anderen zu teilen ist ein Zeichen von Offenheit, Akzeptanz und Respekt gegenüber seinen Gästen“, betonte Caritas-Direktor Heiner Schweigkofler bei der gestrigen Buchvorstellung, „Das Kochbuch zeugt von Gemeinschaft über kulturelle und sprachliche Grenzen hinweg – die Grundlage für ein positives Miteinander“.
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