Erdbeben in Chile: Die Caritas hilft

Erdbeben in Chile: Die Caritas hilft
Nach dem Erdbeben und den darauf folgenden Tsunamis vom Samstag, 27. Februar 2010 ist die Situation in Chile dramatisch. Über 700 Menschen sind tot, hunderte werden vermisst, zwei Millionen Menschen ohne Obdach. Mindestens eine halbe Million Häuser sind komplett zerstört oder stark beschädigt und daher unbewohnbar. Die Südtiroler Caritas unterstützt die Hilfsmaßnahmen der Caritas Chile und der Caritas Peru mit 30.000 Euro.

Die Großstadt Conception ist vom Erdbeben am stärksten betroffen. Ein Großteil der Gebäude wurde zerstört, Brücken sind eingestürzt und Straßen wurden regelrecht zusammen geschoben. Dem Hauptbeben, das auf der Richter-Skala die Stärke 8,8 erreicht hat, folgten schwere Nachbeben und Tsunamis. „Die Menschen sind verzweifelt. Über zwei Millionen Männer, Frauen und Kinder sind vom Beben direkt betroffen. Hunderttausende haben alles verloren, was sie besaßen“, beschreibt die aus Dorf Tirol stammende Ordensschwester Joanette Lang am Telefon die Situation in Chile. Die Südtiroler Servitin ist seit fast 40 Jahren in Chile tätig. „Nicht nur das Gebiet um Conception, auch viele Küstenorte sind durch die - auf das Beben folgenden Tsunamis - völlig verwüstet: Zwanzig große Schiffe wurden von den Riesenwellen tief ins Festland hinein gespült. Die meisten Straßen sind beschädigt, viele Brücken eingestürzt“, berichtet Lang. Sie hält sich zwar nicht direkt im Katastrophengebiet auf, hält aber ständigen Kontakt mit den HelferInnen vor Ort.

In fünf chilenischen Regionen wurde der Notstand ausgerufen. Im Katastrophengebiet wird unter den Trümmern rund um die Uhr nach Überlebenden gesucht. Die Caritas Chile leistet derzeit in Abstimmung mit den Katastrophenbeauftragten der Regierung Nothilfe in den betroffenen Gebieten und wird in den nächsten Tagen von einem internationalen Caritas-Team unterstützt, das teilweise direkt aus dem Erdbebengebiet in Haiti kommt. Auch auf dem Weg ins Krisengebiet ist ein mexikanisches Rettungs-Team der Caritas, das ebenfalls in Haiti tätig war; weiters Erdbeben-Spezialisten der Caritas Peru. Die Caritas Diözese Bozen-Brixen hat heute Vormittag für die ersten Hilfsmaßnahmen 30.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Wer die Erdbebenopfer in Chile unterstützen möchte, ist eingeladen, seine Spende unter dem Kennwort “Katastrophenhilfe” online unter www.caritas.bz.it oder auf eines der Spendenkonten der Caritas Diözese Bozen-Brixen einzuzahlen.

Bank für Trient und Bozen, IBAN: IT66A0324011610000006000065;
Raiffeisen Landesbank, IBAN: IT42F0349311600000300200018;
Südtiroler Sparkasse, IBAN: IT17X0604511601000000110801;
Südtiroler Volksbank, IBAN: IT12R0585611601050571000032.



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Kontakt
Caritas Diözese Bozen-Brixen
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Tel. 0471 304 300
Fax 0471 973 428
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