Ein "Vergelt's Gott" den über 5000 Freiwilligen

Ein "Vergelt's Gott" den über 5000 Freiwilligen
„Gott gebe Dir für jeden Sturm einen Regenbogen, für jede Träne ein Lachen, für jede Sorge eine Aussicht und für jedes Gebet richtige Worte.“ Dieser Segensspruch wird an diesem Sonntag, 13. November, dem Caritas-Sonntag, mittels sog. Segensbändchen an die Besucher der Gottesdienste im ganzen Land verteilt. Sie sind ein Zeichen des Dankes an die über 5000 Freiwilligen der Caritas, die heuer in den Mittelpunkt des Caritas-Sonntages gestellt werden, und gleichzeitig Segenswunsch für alle Gläubigen. „Ohne die zahlreichen Freiwilligen wäre ein Großteil der Dienstleistungen der Caritas für Menschen in Not nicht durchführbar“, betonten die beiden Caritas-Direktoren Heiner Schweigkofler und Renato Bertuzzo bei der Pressekonferenz. Freiwillige von der Telefonseelsorge, der Hospizbewegung und der Pfarrcaritas berichteten dabei von ihren Erfahrungen.

Über 5000 Freiwillige unterstützen die Caritas bei ihrem Einsatz für Menschen in Not. 1.500 Personen engagieren sich nach Einschätzungen der Caritas als Freiwillige in der Pfarrcaritas. „Sie sorgen dafür, dass Nächstenliebe vor Ort konkret wird“, sagten die beiden Caritas-Direktor Heiner Schweigkofler und Renato Bertuzzo. Mehr als 800 Personen arbeiten weiters als Freiwillige in verschiedenen Dienststellen der Diözesancaritas mit. „Sie sind wichtige Stützen, oft auch tragende Säulen, ohne die ein Großteil der Dienstleistungen der Caritas für Menschen in Not nicht durchführbar wären“, so die beiden Caritas-Direktoren weiter. Darüber hinaus unterstützen etwa 3.000 Personen die Caritas als freiwillige Helfer/innen bei der jährlichen Gebrauchtkleidersammlung. Letztere ist eine der größten Freiwilligenaktionen nicht nur in Südtirol, sondern in ganz Europa. Viele Südtiroler/innen unterstützen darüber hinaus die Caritasprojekte, indem sie Geld spenden. Mitgetragen wird die Caritas außerdem von all den Menschen, die im Kleinen und ohne Aufsehen, sich für andere Menschen einsetzen; denn sie praktizieren Caritas als gelebte Nächstenliebe durch ihr eigenes Tun. Eine ganz wichtige Unterstützung erfährt die Caritas darüber hinaus durch die unzähligen Menschen, die sich im Gebet für notleidende Menschen und soziale Gerechtigkeit einsetzen.

Die Beweggründe, welche hinter jedem Caritas-Freiwilligen stecken, sind so unterschiedlich wie die Personen selbst. Frau Margreth, in Pension, etwa engagiert sich seit neun Jahren bei der Telefonseelsorge. „Ich habe in meinem Leben eine bestimmte Befriedigung erreicht, nun möchte ich etwas zurückgeben“, nennt sie ihre Gründe. Elke Foppa indes ist dreifache Mutter, arbeitet in Teilzeit als Krankenpflegerin in einem Pflege- und Altersheim und bringt darüber hinaus noch Zeit als Ehrenamtliche für die Caritas Hospizbewegung auf. „Gerade weil ich in meinem Beruf oft kaum Zeit für ein längeres Gespräch mit den Menschen habe, will ich ihnen in meiner Freizeit in Ruhe zuhören und für sie da sein“, sagt Elke Foppa, die nunmehr schon seit sieben Jahren als Freiwillige bei der Caritas mithilft. Klaus Metz indes arbeitet nicht nur beruflich, sondern auch privat für die Caritas. Er ist Leiter des Caritas-Dienstes Ferien und Erholung und steckt in seiner Freizeit viel Energie in die Pfarrcaritas seiner Heimatgemeinde Lana. Dies macht er, „weil ich nicht nur in meinem Beruf, sondern auch in meinem Privatleben Menschen helfen und mich für Bedürftige einsetzen möchte. Das gibt mir viel Befriedigung und einen zusätzlichen Sinn in meinem Leben.“

Allen Freiwilligen, die sich - aus welchen Gründen immer - für ihre Mitmenschen engagieren, möchte die Caritas beim heurigen Caritas-Sonntag am 13. November ein herzliches „Vergelt’s Gott“ aussprechen. „Denn diese Menschen tragen dazu bei, dass unser Glaube durch Worte und Taten, wie im diesjährigen Jahresthema der Diözese betont wird, weitergegeben wird“, betonte Guido Osthoff, Leiter der Dienststelle Freiwilligenarbeit und Pfarrcaritas. Als Zeichen des Dankes werden bei den Gottesdiensten Segensbändchen in deutscher und italienischer Sprache gesegnet und ausgeteilt werden. Sie tragen die Aufschrift: „Gott gebe Dir für jeden Sturm einen Regenbogen, für jede Träne ein Lachen, für jede Sorge eine Aussicht und für jedes Gebet richtige Worte“ bzw. „Dio trasformi le tue gioie in amore, i tuoi errori in saggezza, la tua vita in gratitudine, il tuo cuore in benedizione per chi incontrerai“. „Segen bedeutet, jemandem die Kraft Gottes zuzusichern und mit heilvoller Kraft auszustatten und hat auch die Bedeutung von loben, preisen und danken. Wenn wir jemanden segnen, heißt das also, diesem Menschen Gottes Kraft zuzusprechen und ihm gleichzeitig einen konkreten Zuspruch mitzugeben“, erklärte Caritas-Direktor Renato Bertuzzo.

Die Kollekte am Caritas-Sonntag erfolgt wie jedes Jahr zu Gunsten der Caritas. Ein Drittel der Kollekte kann für die Aktivitäten der örtlichen Pfarrcaritas verwendet werden und zwei Drittel werden an die Diözesancaritas überwiesen.

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