Dürrekatastrophe am Horn von Afrika: In den Schulen Nordkenias sind tausende Nomadenkinder auf Hilfe angewiesen

Dürrekatastrophe am Horn von Afrika: In den Schulen Nordkenias sind tausende Nomadenkinder auf Hilfe angewiesen
Während in Südtirol derzeit die Caritas-Kampagne „Hunger macht keine Ferien“ läuft, gehen immer neue Schreckensmeldungen über die Dürrekatastrophe ein, die am Horn von Afrika täglich tausende Menschenleben fordert. Eines der besonders betroffenen Gebiete ist die Region Marsabit im Norden Kenias. Dort hält sich derzeit der österreichische Caritas-Katastrophenhelfer Florian Lems auf.

In der Grundschule von Turbi in der Dürreregion Marsabit könnte man glauben, der Schulanfang hat längst begonnen: Über 170 Kinder sind auch über die Ferien hier, weil ihre Eltern einfach nicht mehr wissen, wie sie sie ernähren sollen. „Wenn Anfang September die Schule wieder beginnt, dann werden allein hier 517 Kinder unterrichtet - und die letzten Nahrungsmittelreserven sind aufgebraucht“, berichtet der österreichische Caritas-Katastrophenhelfer Florian Lems, der sich derzeit im Katastrophengebiet aufhält. „Die Kinder trifft die katastrophale Dürre besonders. Fast jedes dritte Kind hier leidet bereits an Hunger, weil die Viehnomaden ihre Tiere und damit ihre Existenzgrundlage verloren haben. Wenn sie in der Schule kein Essen bekommen, drohen ihnen Hunger und Krankheiten.“, schildert Lems die dramatische Lage im Dürregebiet.

Die Grundschule in Turbi ist kein Einzelfall, so Lems: „Viele Schulen in der Region haben kein Essen für die Kinder und zuhause erwartet die Mädchen und Burschen nur noch mehr Hunger. Viele Mütter haben mir erzählt, dass sie ihren Kindern zum Frühstück nur noch etwas Tee geben können, tagsüber vielleicht etwas Mais oder Bohnen.“

Die Caritas Diözese Bozen-Brixen unterstützt deshalb mit Hilfe der Südtiroler SpenderInnen ab Anfang September neben der „Primary School“ in Turbi sechs weitere Schulen mit Nahrung. Die Schulen erhalten in den kommenden Monaten genügend Lebensmittel, um allen 3.150 Kindern regelmäßige warme Mahlzeiten zu geben. In drei dieser Schulen, die ein akutes Wasserproblem haben, erhalten die 1.500 SchülerInnen zusätzlich sauberes Trinkwasser.

Für die Nothilfe am Horn von Afrika wird unter anderem ein Teil jener Gelder eingesetzt, die im Rahmen der Kampagne „Hunger macht keine Ferien“ auf den Konten der Südtiroler Caritas eingehen. „An den Hunger-Infopoints in Bozen, Meran und Brixen haben viele PassantInnen ihr Mitgefühl für die Menschen in den Dürregebieten ausgedrückt. Unser Auftrag ist es, die Spendengelder effizient einzusetzen, um den Menschen am Horn von Afrika Hoffnung zu schenken, aber auch um Projekte voranzutreiben, mit denen solche Katastrophen abgewendet werden können“, bedanken sich die Caritas-Direktoren Heiner Schweigkofler und Renato Bertuzzo.


Wer die Dürreopfer am Horn von Afrika unterstützen möchte, ist eingeladen, seine Spende unter dem Kennwort “Hunger in Afrika” auf eines der Spendenkonten der Caritas Diözese Bozen-Brixen einzuzahlen.

Bank für Trient und Bozen, IBAN: IT66A0324011610000006000065;
Raiffeisen Landesbank, IBAN: IT42F0349311600000300200018;
Südtiroler Sparkasse, IBAN: IT17X0604511601000000110801;
Südtiroler Volksbank, IBAN: IT12R0585611601050571000032.
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