72h erfolgreich zu Ende gegangen

 

 
"72 h ohne Kompromiss" erfolgreich zu Ende gegangen

72 Stunden lang haben die 252 jungen Leute ab 16 Jahren von Naturns bis Innichen, von Leifes bis Vahrn Wände und Zäune bemalt, Bretter und Balken zusammengeschraubt, Bänke abgeschliffen, Erde umgegraben, Wege angelegt, Müll gesammelt, Feste vorbereitet, Taschen genäht, Straßentheater aufgeführt, Eingangsräume freundlicher gestaltet, Innenhöfe ausgeräumt, geschaufelt, gewitzt und gelacht. Die Materialbeschaffung war für viele Jugendliche eine besondere Herausforderung. Viele bekamen in ihren Einrichtungen weder Holz oder Erde, noch Farben oder Lebensmittel. Es gehört zum Konzept von „72 Stunden ohne Kompromiss“ dazu, dass die jungen Leute selbst initiativ werden, bei Nachbarn und Firmen und mittels Aufrufen auf „Südtirol 1“ zu dem Benötigten kommen. Eine eigens eingerichtete Telefonzentrale war ebenfalls mit jungen 72-Stunden-Leuten besetzt. Sie haben die Kollegen in den Projekten unterstützt, indem sie bei Betrieben nachgehakt, Tischler und Bodenleger aktiviert, um Farben, Sperrplatten, Holzbalken, Sand und Schotter gefragt, Fliesen organisiert, Samen, Pflanzen und Blumenerde beschafft und so zum Erfolg der Projekte beigetragen haben.

Viele SüdtirolerInnen haben die Aufrufe auf „Südtirol 1“ oder via Facebook verfolgt und sich gemeldet, um mitzuhelfen. Da boten Privatpersonen ihre tatkräftige Mitarbeit an, verliehen Lastwagen und Traktoren, stellten Arbeitszeit zur Verfügung; ein Unternehmer schickte sogar Fliesen von Sand in Taufers nach Mölten; Schulen haben Materialien wie Laubsägen und Kisten zur Verfügung gestellt, Geschäfte haben mit Lebensmitteln zur Versorgung beigetragen, Private wie Hotels und Geschäfte benötigte Sofas, Bänke, Kästen, Spiele, Stoffe und Vorhänge abgegben. Ein Unternehmer hat fast ein Dutzend Projekte mit Farben und Pinseln beliefert.

Ein Filmteam, das ebenfalls von Jugendlichen begleitet wurde, besuchte fast alle Projekte im Land, um die Arbeit der jungen Leute zu dokumentieren. Der Film wird den Jugendlichen heute Abend (Sonntag, 10.4.) im Bozner Kolpinghaus ab 18 Uhr im Rahmen des Abschlussfestes gezeigt.

„Wir können den Jugendlichen nur Danke sagen“, erklären die Verantwortlichen der Trägerorganisationen Heiner Schweigkofler von der Caritas, Matthias Stuefer von Südtirols Katholischer Jugend (SKJ), Kathia Nocker vom Südtiroler Jugendring (SJR) und Alessandro Muscatello von “Agesci“ (italienische Pfadfinder). Die Mädchen und Jungen hätten bewiesen, dass sie mit Willensstärke und Tatkraft Unmögliches möglich machen können. Diese konzertierte Aktion zeige, dass das Bild von Jugendlichen in der Öffentlichkeit manchmal verzerrt dargestellt wird. Dieses gilt es, auch mit dieser Aktion zurechtzurücken.
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Caritas Diözese Bozen-Brixen
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Fax 0471 973 428
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