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Antworten auf Ihre Fragen

1

Wann bin ich überschuldet? Wann ist es Zeit, zur SB zu gehen?

 
Auf dem Weg zur Überschuldung treten meist einige typische beschriebenen Alarmsignale auf:
- Mahnungen, Briefe von Gläubigern, Inkassobüros, Gerichtsschreiben – vielleicht liegen sie sogar ungeöffnet herum
- Rückstände bei Miete, Strom und Heizung, kein Geld mehr für Lebensmittel. Stattdessen werden Raten o.ä. bezahlt
- Häufige Umschuldungen, neue Kredite werden aufgenommen, um laufende Raten zu bezahlen
- Häufige Kontoüberzüge, wenn ihr Konto ungenehmigt länger als 6 Monate im Minus ist, besteht Handlungsbedarf!
- Freunde, Bekannte, der Arbeitgeber usw. werden um Geld „angepumpt“.
- Fehlender Überblick über Ihre Finanzen – Sie wissen nicht, wo sie anfangen können.
Wenn also einige oder mehrere auftreten, sollten Sie sich am besten gleich für eine Beratung bei der nächstgelegenen Schuldnerberatungsstelle melden
Was sie selbst tun können: siehe „Erste Hilfe“!

 
2

Auf was muss ich achten wenn ich einen Kredit aufnehme?

 
Wenn Sie einen Kredit aufnehmen möchten, sollten Sie dies gut vorbereiten und nicht überstürzt handeln, also kein vermeintliches „Top-Angebot“ mit versprochenen „Null-Zinsen“ .ohne Zögern unterschreiben.
• Als erstes sollten Sie sich nicht die Frage nach der Kreditart stellen, sondern danach, wie viel Kredit Sie bezahlen, das heißt, welche Ratenhöhe sie verkraften können. Verschaffen Sie sich zunächst einen realistischen Überblick über Ihren eigenen finanziellen Spielraum – die Führung eines Haushaltsbuches (Hyperlink) kann dabei gute Dienste leisten und Ihnen die diesbezüglichen Informationen geben
• Bedenken Sie, dass während der – meist längeren – Kreditlaufzeit unerwartete, außerordentliche Kosten anfallen können (Z.B. Autoreparatur, Zahnarztkosten usw.). Kalkulieren Sie daher nicht zu knapp und legen ein Finanzpolster für diese Ausgaben zurück!
• Es ist sinnvoll, sich von mehreren Banken ein Angebot machen zu lassen, da die Zinssätze und Konditionen oft sehr unterschiedlich sind. Beim Vergleich der Zinssätze ist immer der effektive Jahreszinssatz (TAEG) zu verwenden, nicht der Nominalzinssatz (TAN). Dieser wird bei manchen Angeboten öfters mit „0“ angegeben, incl. Spesen, Gebühren, allfälligen Versicherungen usw. kann der Gesamtzinssatz TAEG dann trotzdem noch 4-5% betragen. Laut Gesetz sind alle Kreditgeber verpflichtet, den TAEG bei ihren Angeboten anzugeben!
• Informieren Sie sich über verlangte Garantien (Bürgschaft, Versicherungen usw.)

 
3

Welche Rechte und Pflichten habe ich als Bürgen?

 
Wird der Schuldner plötzlich zahlungsunfähig, kommt die Bank zum Bürgen. Der muss dann nicht nur die Schulden zahlen, sondern auch den „Berg“ der Zinsen und Rechtsspesen. Eine Bürgschaft geht bei Annahme der Erbschaft auch auf Erben über. Die Kündigung der Bürgschaft ist nur möglich, wenn im Bürgschaftsvertrag ein Kündigungsrecht vereinbart wurde. Ansonsten ist die Bürgschaft zeitlich unbegrenzt und unkündbar. Sie erlischt, wenn die Forderung beglichen wurde. Müssen Bürgen an Gläubiger zahlen, können sie das Geleistete von den eigentlichen SchuldnerInnen zurückfordern.
Wichtig: eine Bürgschaft sollte, wenn überhaupt, nur nach eingehender Beratung, Prüfung der eigenen Möglichkeiten und der Rückzahlungsfähigkeit des Hauptschuldners übernommen werden. Bedenken Sie, dass Sie im Ernstfall zur Kasse gebeten werden und u.U. selbst in finanzielle Schwierigkeiten kommen könnten!

 
4

Was passiert, wenn ich meine Schulden nicht bezahlen kann?

 
Die GläubigerInnen können Ihre Forderung gerichtlich einklagen – d.h. eine Pfändung beantragen. Hier gibt es ganz bestimmte Abläufe und Fristen, und bis es zur Pfändung kommt, sollte die Zeit unbedingt für außergerichtliche Lösungen genutzt werden. Gepfändet werden können Mobilien und Immobilien und – zu einem gewissen Prozentsatz – Löhne, Gehälter, Pensionen und andere Vergütungen. Bei Löhnen und Gehältern können im Normalfall 20% gepfändet werden, für Unterhaltsforderungen 1/3 (Art. 545 ZPO ). Insgesamt darf die Summe der Pfändungen die Hälfte des Gehaltes/des Lohnes nicht überschreiten. Wichtig: im Normalfall kann man wegen Schulden nicht eingesperrt werden, Ausnahmen sind Zechprellung, betrügerischer Konkurs u.a.
Genauere Informationen zur Pfändung finden Sie in der Broschüre „Schulden – was tun?“


 
 
 



 

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