Sucht und Umfeld: Angehörige leiden.
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- 30.06.2010
Kategorie: Psychosoziale Beratung
Alkoholabhängigkeit ist einen Krankheit, an der nicht nur die betroffenen Personen, sonder auch das soziale Umfeld leidet. Sei es als Lebenspartner, Kind, Verwandter, Freundin, Arbeitskollege oder Nachbarin: Wir alle können von den Problemen eines alkoholkranken Menschen mit betroffen sein. Besonders schwierig ist die Situation für Personen, die in einer engen Beziehung zum alkoholkranken Menschen stehen. Ihr Alltagsleben wird dhäufig beeinträchtigt: Es herrscht zum Beispiel eine Atmosphäre der Instabilität, finazielle Schwierigkeiten können eintreten und Gefühle und Beziehungen sind belastet. Manchmal wir der Leidensdruck derart gross, dass Nahestehende selbst krank werden. Für Nahestehende steht ein Gedanke im Vordergrund: Sie möchten die alkoholabhängige Person dazu bringen, mit dem Trinken aufzuhören. Dieser Wunsch ist verständlich, aber solange die alkoholabhängige Person die Veränderung nicht selbst will, sind alle Bemühungen umsonst. Man kann niemanden dazu zwingen mit dem Trinken aufzuhören. Zu diesem Schritt müssen sich Betroffene selbst entscheiden. Was bleibt Nahenstehenden, wenn sie den alkoholkranken Menschen nicht dazu bringen können, etwas zu verändern? Sie müssen sich selbst ändern! Das mag merkwürdig klingen - aber es ist eine entscheidende Wende. Angehörige wagen den ersten Schritt der Hilfe und lassen sich beraten.
Christian Folie, Leiter der Psychosozialen Beratung