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Prager Ausweisung für resozialisierungsunwilliger Obdachlose

by - 24.08.2010 Kategorie: Haus Arché
 
http://www.radio.cz/de/artikel/129395
http://taz.de/1/politik/europa/artikel/1/obdachlose-raus/
http://www.cafebabel.de/article/20965/obdachlose-in-prag-klarmachen-zum-entern.html

Armut nimmt zu und wird sichtbar, da das Arbeitseinkommen oft zu gering oder zu unregelmäßig ist, um eine Wohnung leisten bzw. halten zu können, zum Teil wird den Personen auf Grund von Vorurteilen bzw. Ängsten auch ein Mietvertrag verwehrt. Der Kontakt mit Armut wird nicht mehr als Anlass gesehen seiner humanistischen bzw. christlichen Verpflichtung zur Barmherzigkeit nachzukommen (Barmherziger Samariter). Almosen geben (ursprünglich im Sinne von Verzicht auf etwas) und Fasten waren Tugenden bzw. verdienstliches Werk zur Sündentilgung, die Verweigerung führt zu Höllenqualen (Lukas 16,19-31). Weltweit verstärkt sich die Tendenz den normalen Bürger/Geschäftsleute/Touristen störende Personen (Obdachlose, Bettler, Flüchtlinge, …) zu entfernen, sie gelten nicht mehr als „Stellvertreter Jesu“. http://books.google.com/books?id=nPlZhd9pCIUC&pg=PA11&lpg=PA11&dq=betteln+spenden+christ&source=bl&ots=bFDgSWCbNd&sig=wtYWdyO7NFojoY5QSjvf4v86eXA&hl=de&ei=WkpuTO_JAcK4jAeUkvX6CA&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=1&ved=0CBgQ6AEwAA#v=onepage&q&f=false

Es wird immer öfter zwischen würdigen und nichtwürdigen Bedürftigen, zwischen unverschuldet und selbstverschuldet in Not Geratenen, zwischen resozialisierungs- bzw. integrationswilligen Außenseitern und jenen, die die nicht mit den sozialen Einrichtungen kooperieren wollen oder können unterschieden. Der Druck zur Anpassung durch (Video)Überwachung (z.B. in Bahnhöfen), (polizeiliche) Kontrolle, mediale Kampagnen bis hin zu Drohungen und tätlichen Angriffen (wie z.B. Osteuropa) wird stärker. Dadurch ändert sich aber nichts an dem wichtigsten Faktor für eine Wieder-Teilhabe der Menschen an der Gesellschaft: eine Perspektive sehen bzw. bekommen. DKonzept der sozialen Teilhabe bzw. Inklusion geht davon aus, dass jeder Mensch in seiner Individualität von der Gesellschaft akzeptiert wird und die Möglichkeit hat, in vollen Umfang an ihr teilzuhaben. Die Gesellschaft schafft Strukturen, in denen sich Personen mit Besonderheiten einbringen und auf die ihnen eigene Art wertvolle Leistungen erbringen können. (Für Grafik siehe  http://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Inklusion. Die ARGE Wien beweist seit über 30 Jahren, dass der „Verzicht auf Resozialisierung“ paradoxerweise zur verstärkten und „verträglicheren“ Teilhabe an der Gesellschaft führen kann.
http://www.arge-wien.at/verein/ueberuns/methodik.html 
http://www.arge-wien.at/verein/medien/medientexte.html
http://www.arge-wien.at/verein/ueberuns/beduerfnisorientierte%20SA.pdf

2010 ist das Europäisches Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung mit den Ziel der Anerkennung von Grundrechten für die Betroffenen und der gemeinsamen Verantwortung den Betroffenen ein Leben in Würde und eine umfassende Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen. Die Sozialarbeit und die sozialen Einrichtungen sind daher gefordert sensibel und verantwortungsvoll mit den Plänen der Politik umzugehen eine Rolle in „Oasen mit Sicherheitspersonal“ zu spielen.
Prager Ausweisung für resozialisierungsunwilliger Obdachlose
 
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