Erdbeben in Chile: die Caritas hilft
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- 01.03.2010
Kategorie: Katastrophenhilfe
Nach dem Erdbeben und den darauf folgenden Tsunamis vom Samstag, 27. Februar 2010 ist die Situation in Chile dramatisch. Über 700 Menschen sind tot, Hunderte vermisst, zwei Millionen ohne Obdach. Mindestens eine halbe Million Häuser sind komplett zerstört oder stark beschädigt und daher unbewohnbar. Die Südtiroler Caritas unterstützt die Hilfsmaßnahmen der Caritas Chile und der Caritas Peru mit 30.000 Euro.
Die Großstatt Conception ist vom Erdbeben am stärksten betroffen. Ein Großteil der Gebäude wurde zerstört, Brücken sind eingestürzt und Straßen wurden regelrecht zusammen geschoben. Dem Hauptbeben, das auf der Richter-Skala die Stärke 8,8 erreicht hat, folgten schwere Nachbeben und Tsunamis. „Die Menschen sind verzweifelt. Über zwei Millionen Männer, Frauen und Kinder sind vom Beben direkt betroffen. Hunderttausende haben alles verloren, was sie besaßen“, beschreibt die aus Dorf Tirol stammende Ordensschwester Joanette Lang am Telefon die Situation in Chile. Die Südtiroler Servitin ist seit fast 40 Jahren dort tätig. „Nicht nur das Gebiet um Conception, auch viele Küstenorte sind durch die auf das Beben folgenden Tsunamis völlig verwüstet: Zwanzig große Schiffe wurden von den Riesenwellen tief hinein ins Festland gespült. Die meisten Straßen sind beschädigt, viele Brücken eingestützt“, berichtet Lang, die sich zwar nicht direkt im Katastrophengebiet aufhält, aber ständigen Kontakt mit HelferInnen vor Ort hält.
In fünf chilenischen Regionen wurde der Notstand ausgerufen. Im Katastrophengebiet wird rund im die Uhr unter den Trümmern nach Überlebenden gesucht. Die Caritas Chile leistet derzeit in Abstimmung mit den nationalen Katastrohenhilfeaktivitäten der Regierung Nothilfe in den betroffenen Gebieten und wird in den nächsten Tagen von einem internationalen Caritas-Team, das teilweise direkt aus dem Erdbebengebiet in Haiti kommt, unterstützt werden. Auf den Weg ins Krisengebiet sind auch das mexikanische Caritas Rettungs-Team, das schon in Haiti tätig war, und ein Team von Erdbeben-Spezialisten der Caritas Peru. Die Caritas Diözese Bozen-Brixen hat für die Hilfsmaßnahmen bereits 30.000 Euro zur Verfügung gestellt.
Wer die Erdbebenopfer in Chile unterstützen möchte, ist eingeladen, seine Spende unter dem Kennwort “Katastrophenhilfe” online unter www.caritas.bz.it oder auf eines der Spendenkonten der Caritas Diözese Bozen-Brixen einzuzahlen.
Bank für Trient und Bozen, IBAN: IT66A0324011610000006000065;
Raiffeisen Landesbank, IBAN: IT42F0349311600000300200018;
Südtiroler Sparkasse, IBAN: IT17X0604511601000000110801;
Südtiroler Volksbank, IBAN: IT12R0585611601050571000032.