Caritas Hospizbewegung Für ein Leben in Würde - bis zuletzt
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- 08.07.2010
Kategorie: Hospizbewegung
„Sterbende sind unsere Lehrerinnen und Lehrer“, schreibt Hilde Domin, die im Jahr 1909 geborene und mehrfach mit Literaturpreisen ausgezeichnete deutsche Schriftstellerin: „Jeder der geht, belehrt uns ein wenig über uns selbst. Kostbarster Unterricht an den Krankenbetten.“
Die Caritas Hopspizbewegung macht auf jene Menschen aufmerksam, die oft an den Rand der Gesellschaft geraten. Eine schwere Erkrankung stößt Menschen oftmals ins soziale Abseits. „Neben einer guten medizinischen und pflegerischen Betreuung brauchen schwerkranke Personen vor allem menschliche Zuwendung und Aufmerksamkeit – Geschenke, mit denen das moderne Gesellschaftsleben sehr stark geizt“, erklärt Günther Rederlechner, der Leiter der Caritas Hospizbewegung.
Die Gesellschaft soll zu mehr Menschlichkeit sensibilisiert werden. Unsere Gesellschaft ist immer nur so menschlich und human, so wie sie mit kranken und sterbenden Menschen umgeht und wie sie jene Menschen wertschätzt, die sich für Kranke und Sterbende einsetzten, so Günther Rederlechner.
Die Hospizbewegung stellt schwerkranke und sterbende Menschen und ihre Angehörigen in den Mittelpunkt ihrer Arbeit. Sie mit ihren Bedürfnissen ernst zu nehmen, ist der Anspruch der derzeit 154 ehrenamtlichen MitarbeiterInnen, die im vergangenen Jahr 2009 häufig und landesweit im Einsatz waren. Das Angebot der Betreuung und Begleitung von Menschen in einer schwierigen Phase ihres Lebens wurde von der Südtiroler Bevölkerung stark beansprucht: die Anzahl an Einsätzen und geleisteten Arbeitsstunden ist ebenso gestiegen wie die Zahl der ehrenamtlichen MitarbeiterInnen der Hospizbewegung. 5942 Einsätze hat die Hospizbewegung zwischen Jänner und Dezember 2009 geleistet mit insgesamt 17036,5 Einsatzstunden. Die Freiwilligen betreuen und begleiten zu Hause, in Alten- und Pflegeheimen sowie auf den Palliativabteilungen in Martinsbrunn in Meran und auf der Geriatrie 3 im Krankenhaus Bozen.