„Brauchen wir, was wir haben? Haben wir, was wir brauchen?“ Die„Aktion Verzicht 2012“ will auch in der diesjährigen Fastenzeit das Konsumverhalten kritisch hinterfragen. Mit veränderten Verhaltensweisen und Gewohnheiten kann jeder zu mehr Lebensqualtiät für sich und andere beitragen. Die organisations- und länderübergreifende „Aktion Verzicht“, die heuer vom 22. Februar bis zum 7. April läuft, findet bereits zum achten Mal statt.
Nahezu 50 Südtiroler Einrichtungen rufen zur Teilnahme am Projekt „Aktion Verzicht“ auf. Federführend sind das Forum Prävention, die Caritas, der Katholische Familienverband, das deutsche und ladinische Schulamt und die Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste (AGJD). Sie laden die Südtiroler Bevölkerung ein, sich mit verschiedenen Initiativen in Familie, Schule und Jugendgruppen, in Pfarreien und Gemeinden an der „Aktion Verzicht 2012“ zu beteiligen.
Bei der „Aktion Verzicht“ handelt sich um ein organisations- und länderübergreifendes Projekt mit österreichischen Bundesländern, dessen Ziel es ist, die Auseinandersetzung mit den eigenen Gewohnheiten und Verhaltensmustern zu fördern. Sich von diesen eine Zeit lang zu distanzieren, verbessert das Gespür für sich selbst, und die Sensibilität für die eigene Lebensweise steigt. Dies kann im Umgang mit Konsumgütern sein ebenso wie mit jenem der eigenen Zeit. So kann jemand sich vielleicht vornehmen, auf zu viel Stress zu verzichten und bewusst für Entspannung sorgen. Es geht geht dabei nicht nur darum, auf etwas zu verzichten, sondern mit dem eigenen Verzicht einem anderen Menschen etwas zu schenken: wie etwa Zeit, die man mit einem anderen Menschen verbringt. Dieser Gedanke steht hinter dem Highlight des heurigen Projektes „Aktion Verzicht 2012“: Konzertabende mit dem „Chor Choriosum“.
„Chorios interpretiert“
„Irgendwo hab’ich das schon gehört…“, „ist das nicht?“… „das war doch irgendwie anders?“
In seinem sechsten Konzertprogramm im Jahr wagt sich Choriosum an wohlbekannte Melodien, interpretiert die Stücke aber neu, wechselt den Stil, zerklaubt die Rhythmik, verdreht die Texte, vermollt das Dur, kreuzigt das B, transponiert, kontrapunktiert, verjazzt, und lässt das alles aufs Publikum los: alltägliche (oder allabendliche) Versionen von großen Werken und kleinen Hits.
Konzerttermine:
SA, 24.03.2012 Brixen – Aula Magna des sozialwissenschaftlichen Gymnasiums „Josef Gasser“
SO, 25.03.2012 Meran - Nikolaussaal
FR, 30.03.2012 Bozen – Eurac
SA, 31.03.2012 Bruneck - Ragenhaus
FR, 13.04.2012 Bozen - Landesberufsschule für Handwerk und Industrie Bozen (LBS)
Uhrzeit: jeweils 20.00 Uhr
Vorverkauf: 338/4568494 (Mo-Fr 15-18 Uhr - keine Sms) oder info@choriosum.it; Eintritt: 12 Euro
Um das
gemütliche Beisammensein nach der Aufführung mit Tee und Fastengebäck kümmern sich die Bezirke und die Zweigstellen des KFS.
„Die Aktion Verzicht erhält in der aktuellen Krisenzeit eine neue Dimension dazu. Es geht nicht mehr um sechs Wochen, sondern um das Erproben eines radikalen Umdenkens, was Konsum und Wachstum betrifft,“ sagt Peter Koler, Direktor der Fachstelle Froum Prävention.
Der
Katholische Familienverband (KFS) möchte mit einem eigenen
Fastenkalender für die ganze Familie zur inneren Einkehr und zu einer fruchtbaren Gestaltung der Fastenzeit einladen. Der Kalender ist im KFS-Büro erhältlich.
Die
deutsche und ladinische Schule beteiligt sich wieder mit dem
Projekt „Gläserne Schule“ an der Aktion. Die Schülerinnen und Schüler werden dazu angeregt, über ihre Konsum- und Gewohnheitsmuster nachzudenken, treffen eine sog. „Verzichtsvereinbarung“ und üben sich im Verzicht auf ein bestimmtes Genussmittel oder eine spezifische Verhaltensweise.
Die
Caritas wird vom 24. Februar bis 1. März gemeinsam mit dem Filmclub
den Film „Taste the Waste“ von Valentin Thurn zeigen, der bereits in den Kinos in Deutschland und Österreich für große Aufmerksamkeit gesorgt hat. Es handelt sich dabei um eine beeindruckende und schonungslose Dokumentation über die Lebensmittelverschwendung. EU-weit werden jährlich 90 Millionen Tonnen tadelloser Lebensmittel einfach weggeworfen. Die Caritas will auch aufgrund dieses Films ein Umdenken bewirken, denn abgesehen davon, dass bei einer gerechteren Verteilung niemand mehr auf der Welt Hunger leiden müsste, wirkt sich unser Konsumverhalten maßgeblich auf die Entwicklung der Länder des Südens aus. Um dies dem Konsumenten bewusst zu machen, verteilt die Caritas auch Einkaufsblöcke, auf denen wichtige Tipps zum wertbewussten Einkauf gegeben werden.
youngCaritas wird die Aktion mittragen und auf ihren Facebookseiten posten.
Die
Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste AGJD bedient sich wiederum der "
neuen Medien" und versucht über Facebook zahlreiche Personen auf die „Aktion Verzicht“ aufmerksam zu machen und dazu anzuregen ihre Meinungen, Ideen und Fastenvorsätze zu posten.
Über den
Bibliotheksverband Südtirol beteiligen sich auch wieder die Bibliotheken an der Aktion, indem sie
spezielle Büchertische gestalten und empfehlenswerte Literatur zum Thema präsentieren.
Die Veröffentlichung der Aktion erfolgt wie jedes Jahr mittels einer Plakat- und Postkartenaktion in deutscher und italienischer Sprache, sowie auf der Homepage www.aktion-verzicht.net/www.io-rinuncio.it.
Finanziert wird das Projekt von der Abteilung Gesundheitswesen. Es wird zudem gefördert von der Tageszeitung „Dolomiten“, der Tageszeitung „Alto Adige“, dem Rai Sender Bozen, dem Sonntagsblatt, dem Radio Grüne Welle und der Stiftung Südtiroler Sparkasse
Die „Aktion Verzicht“ gehört zu den Begleitmaßnahmen der Kampagne „Alkoholprävention in Südtirol“.
Weitere Infos zu den Mitmachaktionen und die Bestellung der Plakate und Aufkleber auf
www.aktion-verzicht.net oder beim Forum Prävention, Tel. 0471 324801, E-Mail:
rechenmacher@forum-p.it.
Projektträger sind das Forum Prävention, der Katholische Familien-verband (KFS), die Caritas, das deutsche und ladinische Schulamt und die „Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste (AGJD)“.
Finanziert wird das Projekt von dem Ressort für Familie, Gesundheit und Sozialwesen - Abteilung Gesundheitswesen, von der Tageszeitung „Dolomiten“, der Tageszeitung „Alto Adige“, Rai Sender Bozen, Radio Grüne Welle, Sonntagsblatt und Stiftung Südtiroler Sparkasse.
Unterstützt wurde die Aktion wieder vom Italienischen und Deutschen Amt für Jugendarbeit, vom Therapiezentrum Bad Bachgart, Hands, der Ärztekammer der Provinz Bozen, von ACLI, vom KVW, Südtiroler Jugendring, dem Italienischen Schulamt, Südtiroler Gemeindenverband, von den Bezirksgemeinschaften Unterland-Überetsch, Eisacktal, Pustertal, Salten-Schlern, Vinschgau, Wipptal, Burggrafenamt, vom Verband der Musikkapellen, der Katholischen Frauenbewegung, Katholischen Männerbewegung, den Freiwilligen Feuerwehren Südtirols, der Verbraucherzentrale, dem Südtiroler Sanitätsbetrieb, von OEW, n.e.t.z., AGESCI, dem Bibliotheksverband, dem AVS, La Strada – der Weg, dem VSS und der Land-, Forst- und Hauswirtschaftlichen Berufsbildung.
Neu dazugekommen sind im heurigen Jahr der Südtiroler Chorverband, das Italienische Rote Kreuz, der Bergrettungsdienst im Alpenverein Südtirol - Landesverband, Upad, der Chor Choriosum, die Südtiroler Berg- und Höhlenrettung C.N.S.A.S., youngCaritas und der Landesrettungsverein Weißes Kreuz.